Kriegstagebuch 31. August 1916

U-Boot versenkt Segelschiff

Ein deutsches U-Boot versenkt ein italienisches Segelschiff im Mittelmeer.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 31. August 1916:

Seekrieg

Alliierte Schiffsverluste 205.000 Tonnen (darunter 23 britische Schiffe mit 43.354 Tonnen und 8 Menschenleben). Insgesamt befinden sich darunter 77 Schiffe (129.368 Tonnen), welche durch U-Boote im Mittelmeer versenkt wurden. 2 U-Boote gingen verloren.
Im Hauptquartier bei Pless fordern Hindenburg und Ludendorff den uneingeschränkten U-Boot-Krieg ohne Verzögerung. Bethmanns Widerstand beschränkt sich nun nur noch auf den Zeitpunkt und der Angst, vor einem Bruch mit den Ländern in Skandinavien. Erst müssten die Fronten stabilisiert werden, falls Holland oder Dänemark den Krieg erklären, während Deutschland keine Reserven zum jetzigen Zeitpunkt hat.

Westfront

Schlacht an der Somme: 4 deutschen Gegenangriffe scheitern beim Wald von Delville Wood. Das britische XV. Korps erleidet dabei schwere Verluste. Heftige deutsche Gegenangriffe zwischen Ginchy und dem ‘High Wood‘ (Hohen Wald). Das BEF hat nun Psychiater und Neurologen als Berater für Fälle von ‘Shell shock’ (‘Kriegszitterer’, posttraumatischen Belastungsstörung, Kriegstrauma).
Artois und Flandern: Britische Gasangriffe auf Arras und Armentieres.
Verdun: Die französische Verteidungungsschlacht von Verdun endet.

Ostfront

Österreich-ungarische Verluste seit dem 4. Juni: 614.000 Mann. Deutsche Verluste 150.000 Mann, einschließlich 15.000 Mann am heutigen Tag.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Smuts muß seinen Vormarsch durch die Uluguru-Berge aufteilen. 600 berittene südafrikanische Truppen umreiten die Westseite, 1.900 britische Soldaten marschieren auf Dar-es-Salaam zu.
Libysche Wüste: Britische Panzerwagen erfassen eine Senussi-Konvoi nordwestlich von Dschaghbub.
Westafrika: Die Sklaverei wird in Nigeria abgeschafft.

Luftkrieg

Somme: Die deutschen Flugzeugverluste im Kampf seit dem 1. Juli belaufen sich auf 51 Stück. Dem Royal Flying Corps wurden an der Westfront 66 Flugzeuge zerstört oder gelten als vermisst.

Heimatfronten

Deutschland: Hindenburgs Brief an den Kriegsminister fordert die Verdoppelung der Munitionsherstellung und Verdreifachung der Artillerie- und Maschinengewehr-Produktion bis zum Mai 1917.

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