Kriegstagebuch 30. September 1916

Nieuport-Jäger wird geborgen

Ein abgestürzter Nieuport-Jäger wird von deutschen Soldaten geborgen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 30. September 1916:

Luftkrieg

Westfront: Die deutschen Verluste an Flugzeugen im September belaufen sich auf 27 Stück gegenüber 123 britischen und framzösischen Flugzeugen. Das Royal Flying Corps greift 3 Flughäfen an. Trenchard schreibt über Haig an das Kriegsministerium und fordert mehr und effektivere Jäger.
Das Royal Flying Corps hat im September die Rekordzahl von 22.500 Flugstunden absolviert und erleidet den Rekordverlust von 147 Flugzeugen. Dabei wurden 500 Luftaufnahmen von den Kämpfen an der Somme gemacht.
Im September zieht die französische Armee ihre Luftschiffe zurück, welche bisher etwa 60 Einsätze gefahren sind. Sie werden nun für Anti-U-Boot-Patrouillen verwendet.

Westfront

Schlacht an der Somme: Britische Truppen halten jetzt die gesamte Höhe von Thiepval außer einem Teil vom Schwaben Redoubt und stossen südlich von Eaucourt l’Abbaye vor. Die sechs deutschen Divisionen von Le Transloy bis nach Ancre werden bis zum 13. Oktober durch 9 Divisionen (4 von Verdun, 2 aus Flandern, 3 aus Belgien) abgelöst. Deutsche Geschütze haben im September 7.027.440 Granaten verfeuert und 126 Gegenangriffe wurden geführt.

Ostfront

Brussilow-Offensive, Galizien Schlacht von Brzezany (bis 2. Oktober): das III. Kaukasus-Korps greift das türkische XV. Korps an, welches zwar 5.045 Mann verliert, aber seine verlorenen Stellungen zurückerobern kann und 500 russische Kriegsgefangene nimmt.

Südfronten

Mazedonien: Die serbische Drina-Division nimmt schließlich beide Spitzen des Mt. Kajmakcalani und steht damit wieder innerhalb von Serbien. Die britische 27. Division (364 Opfer) startet einen Großangriff über den Fluss Struma über zwei Brücken (am 29. September gelegt) hinweg, nimmt Dörfer südwestlich von der Seres-Straße mit 250 Kriegsgefangenen und 3 MGs.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Smuts schreibt Gouverneur Schnee und Lettow-Vorbeck und schlägt eine ehrenvolle Kapitulation und ein persönliches Treffen vor. Beide lehnen jedoch ab. Etwa 2/3 der deutschen Kolonie sind jetzt in britischer Hand.

Seekrieg

Schiffsverluste der Alliierten im September 315.000 t (darunter 42 britische Schiffe mit 104.572 t und 20 Menschenleben verloren), davon 45 Schiffe mit 229.163 t im Mittelmeer versenkt.

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