Kriegstagebuch 30. November 1915

Soldaten einer montenegrinischen Maschinengewehr-Kompanie

Soldaten einer montenegrinischen Maschinengewehr-Kompanie warten mit ihren deutschen M1912 Maxim-MGs auf den Feind.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 30. November 1915:

Südfronten

Serbien: Die österreich-ungarische 62. Division nimmt Plevlje ein, im Nordwesten von Montenegro. Sie sichert bis zum 3. Dezember einen Brückenkopf südlich des Flusses Cehotina, ist aber zu schwach, um den serbischen Rückzug zu stören.

Naher Osten

Gallipoli: Die britische 53. (Welsh) Division verfügt über nur noch 2.590 einsatzfähige Männer. Insgesamt gibt es dort noch 134.728 alliierte Soldaten mir 393 Geschützen und 14.587 Tieren.

Geheimkrieg

Ägypten: Gertrude Bell trifft in Kairo ein, um für den britischen Geheimdienst an der Beeinflussung arabischer Stämme zu mitzuarbeiten. Neben anderen trifft sie auch T.E. Lawrance und reist per Schiff am 28. Januar 1916 nach Indien weiter.
Schweiz: Der dortige MI1c-Chef meldet, 11 deutsche Divisionen von der Verlegung von der Ost- zur Westfront erkannt zu haben.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Deutsche Truppen greifen Semini an.

Luftkrieg

Westfront: 20 Flugzeuge des 3. Wing des Royal Flying Corps beschädigen den Kai von Miraumont und die Bahnlinie trotz heftigem Wind.

Politik

Montenegro: Der König appelliert an das diplomatische Korps um Hilfe.
Großbritannien: Die Alliierten unterzeichnen formell den London-Pakt.

Neutral

USA: Großer deutsche Nachkriegsauftrag über die Lieferung von Kupfer.

Heimatfronten

Großbritannien: Kriegsminister Kitchener kehrt nach London zurück, wo Premierminister Asquith sich weigert, seinen dargebotenen Rücktritt anzunehmen. Ein Verhandlungs-Komitee für die Munitionsministerium-Union wird ernannt.
Österreich-Ungarn: Zehn Veränderungen im Kabinett.
Frankreich: Aufruf der Klasse von 1897 zum Militärdienst.

Praxisbahn
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