Kriegstagebuch 30. Juli 1916

Eroberter deutscher Graben an der Somme

In diesem eroberten deutschen Graben steht immer noch der tiefe Bunker, in dem die deutschen Maschinengewehr-Mannschaften das britische Artilleriefeuer überstanden hatten.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 30. Juli 1916:

Westfront

Schlacht an der Somme: Ein sehr heißer, klaren Tag. Gemeinsame französisch-britische Angriffe nördlich der Somme verbessern die Lage an der alliierten rechten Flanke, die Truppen dringen in Guillemont ein, wo die Kämpfe bis zum3 1. Juli anhalten, und erreichen Maurepas.

Ostfront

Deutschland: Hindenburg und Ludendorff übernehmen die gesamte Ostfront hinunter bis nach Lemberg mit 3 Heeresgruppen zum 31. Juli.
Brussilow-Offensive: Brussilows Nachrichtendienst schätzt die Verluste seit dem 4. Juni auf 450.000 Mann bei der russischen Südwestfront, 650.00 Mann und 330 Geschütze bei den österreich-ungarischen Verbänden (darunter nur 5.000 deutsche Kriegsgefangene).
Galizien: Der russische General Lechitski verfolgt die österreich-ungarische Siebte Armee südlich vom Dnjestr in Richtung Stanislau.

Geheimkrieg

Großbritannien: Die Besatzungen der britischen Q-Schiffen (U-Boot-Fallen) tragen jetzt Dienstabzeichen auf der Kleidung (und erhalten später auch noch Militärpapiere), um zu vermeiden, daß sie nach einer Gefangennahme als Piraten erschossen werden.

Neutrale

USA: Munition im Wert von 40 Millionen US-Dollar bei einer Explosion auf Black Tom Island bei Jersey City (New York) vernichtet, 42 Opfer. Sabotage wird vermutet.

Heimatfronten

Russland: Kriegsrecht in Turkestan, in Folge eines muslimischen Aufstandes gegen Wehrpflicht für Reserve-Arbeiten. 3.309 Verluste beim russischen Militär und Beamten, bevor die Ordnung wieder hergestellt werden kann.

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