Kriegstagebuch 30. Januar 1943

Göring zum 10. Jahrestag der Machtergreifung

Reichsmarschall Göring hält im Reichsluftfahrtministerium die Leichenrede der 6. Armee in Stalingrad, anschließend ‘Thermopylenrede’ genannt wegen des Vergleichs mit dem spartanischen Heldenmythos.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 30. Januar 1943:

Luftkrieg

Deutschland: ERSTER ALLIIERTER TAGESANGRIFF AUF BERLIN. 6 Mosquito-Schnellbomber der RAF (1 verloren) fliegen in 2 Wellen ein, um die Reden von Göring und Göbbels zum 10. Jahrestag der Machtergreifung der Nazis zu unterbrechen.
Das radargelenkte HS2-Bombenzielgerät wird über Hamburg erstmals getestet.

Heimatfronten

Deutschland: Eine Stunde später als geplant, hält Göring seine Ansprache: ‘wenn Deutschland zusammenbricht . . . werden die Bolschewisten über Europa fegen . . . Jeder Deutsche muß sich darauf vorbereiten, sein Leben zu geben, damit sein Volk weiterleben kann.’

Ostfront

Kaukasus: Maikop mit seinen Ölfeldern wird durch die Russen zurückerobert.

Afrika

Tunesien: Die Deutschen vertreiben die Franzosen vom Faid-Pass im Süden.

Politik

Adana-Konferenz: Churchill und Alanbrooke konferieren mit den türkischen Führern vom 30. bis 31. Januar und versprechen direkt militärische Unterstützung, wenn die Turkei in den Krieg hineingezogen werden sollte. Es gelingt ihnen jedoch nicht, die Türkei zu einem Kriegseintritt auf Seiten der Alliierten zu bewegen.


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