Kriegstagebuch 3. September 1915

Mannschaft von E11

Die Dardanellen haben gefährliche Strömungen und waren stark von den Türken vermint – und die Durchfahrt über Wasser hätte bedeutet, den mächtigen Festungen zu trotzen. Hier ist die triumphierende Mannschaft von E11 nach ihrer Rückkehr zu sehen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 3. September 1915:

Seekrieg

Deutschland: Der Chef des Admiralstabes Admiral Bachmann tritt zurück, da er den uneingeschränkten U-Boot-Krieg fortsetzen möchte, und wird durch Admiral Holtzendorff ersetzt. Beide weigern sich jedoch, weitere U-Boote in das Mittelmeer zu entsenden (wo sich bereits 13 deutsche U-Boote befinden, während nur 18 rund um die Heimatgewässer operieren) oder dieses Seegebiet als Kriegszone zu erklären.
Ägäis: Die als Truppentransporter verwendeten britischen Passagierschiffe Mauretania (mit 5.000 Soldaten an Bord) und Empress of Britain erreichen Mudros (Lemnos). Das britische Unterseeboot E11 kehrt von seiner zweiten Patrouille aus dem Marmarameer zurück (2 Kriegsschiffe, 27 Dampfer und 57 Segelschiffe versenkt).

Naher Osten

Gallipoli: Im Dardanellen-Ausschuss in London fordern Churchill und Lloyd George die Prioritäten auf diese Unternehmen zu legen, anstatt auf eine Offensive an der Westfront.

Afrikanische Fronten

Ost-Afrika – Gefecht in der Nähe Maktau: 67 Mann britischer berittene Infanterie erleiden eine schwere Schlappe gegen einen deutschen Eisenbahn-Sabotage-Trupp, können aber 14 Deutsche ausschalten. Der australische Leutnant Dartnell erhält posthume das Victoria Cross.
Kamerun: Französische Truppen besetzen Akoafim.

Luftkrieg

Nordsee: Das deutsche Luftschiff L 10 stürzt in Flammen bei Cuxhaven ab (alle 19 Besatzungsmitglieder werden getötet), als es von einem Blitz getroffen wird, während es Wasserstoff ablässt, um Höhe zu verlieren.

Neutrale

Schweiz: Die tschechische Nationalisten Masaryk und Dr. Benes treffen in Genf ein. Letzterer ist von Prag über Bayern eingereist und wird weiter nach Paris geschickt.

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