Kriegstagebuch 3. Oktober 1918

 Front mit Blick von deutschen Schützengräben

Die Front mit Blick von deutschen Schützengräben aus.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 3. Oktober 1918:

Westfront

Somme und Cambrai – SCHLACHT UM DIE BEAUREVOIR-LINIE (bis 5. Oktober): Die britische Vierte und Dritte Armee greifen auf einem 13 km breiten Frontabschnitt an, einschließlich mit Tanks und der 2. Kavallerie-Diviion, erobern Le Catelet und 350 Geschütze.
Maas und Argonnen: Gallwitz blockiert den US-Vorstoß nach 11 km Geländegewinn auf der Apremont-Brieulles-Linie.
Champagne: Französische Truppen nehmen Challerange. Die 2. US-Division erstürmt die Schlüsselstellung auf dem Blanc-Mont-Grat (24 km nordöstlich von Reims) bis zum 4. Oktober, um Gourauds bisher festgefahrenen Vormarsch um 8 km bis zum 10. Oktober zu unterstützen und ca. 2.000 Kriegsgefangene für 6.300 Mann Verluste einzubringen.

Südfronten

Deutschland: Hindenburg schreibt an den neuen Reichskanzler ‘Nach dem Zusammenbruch der mazedonischen Front … gibt es keine Aussicht mehr, dem Feind einen Frieden aufzuzwingen’.
Serbien: 19.000 Bulgaren ergeben sich der italienischen 35. Division und der französischen 11. Kolonial-Division bei Sop. Weitere 7.000 Bulgaren ergeben sich den Serben, welche die österreich-ungarische 9. Division zurückschlagen.
Italienische Front: Britischer Überfall im nördlichen Asiage-Abschnitt, schwere Kämpfe und 500 österreich-ungarische Kriegsgefangene am 11. Oktober.

Naher Osten

Syrien: Allenby besucht Damaskus und trifft Faisal zum ersten Mal und teil ihm mit, dass Frankreich die Schutzmacht über Syrien wird, aber die Araber können eine Militärverwaltung Aqaba-Damaskus östlich vom Jordan einrichten. Ein erschöpfter und desillusionierter Lawrence bittet um Urlaub und reist am 4. Oktober nach Kairo.

Seekrieg

Nordsee: Das britische U-Boot L11 torpediert und versenkt den deutschen Zerstörer S33.

Politik

Deutschland: Prinz Max von Baden (des Kaisers zweiter Cousin) wird letzter kaiserlicher Reichskanzler, ersetzt auch Hintze als Außenminister. Hindenburg fordert Frieden bei seiner ersten Ratssitzung.
Bulgarien: ZAR FERDINAND DANKT AB zugunsten seines Sohns Boris, der das Dekret zur Demobilisierung der Armee unterzeichnet und am 6. Oktober ein friedliches Manifest veröffentlicht. Die Österreicher teilen Ferdinand in seinem Zug am 5. Oktober mit, er solle österreich-ungarisches Staatsgebiet verlassen, worauf dieser am 6. Oktober nach Coburg weiterfährt.
Rumänien: Ein provisorischer Nationalrat bildet den Nationalrat der Einheit (Frankreich erkennt diesen am 12. Oktober an).

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