Kriegstagebuch 3. November 1918

Italienische Kavallerie rückt in Trient ein

Italienische Kavallerie rückt in Trient ein. Gleichzeitig landet eine Abteilung Alpini-Truppen im Hafen von Triest.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 3. November 1918:

Südfronten

Italienische Front: ÖSTERREICH-UNGARISCHER WAFFENSTILLSTAND, unterzeichnet um 18:00 Uhr von den Generälen Weber und Badoglio in Diaz Hauptquartier in der Villa Giusti in der Nähe von Padua. Die Kommandanten der österreich-ungarischen Heeresgruppen setzen die Feindseligkeiten ab 3:30 Uhr aus. Italienische Truppen aus Venedig landen in Triest und besetzen Trient. Die britische 48. Division schließt die Gefangennahme von 23.000 österreich-ungarischen Soldaten mit 14 Bataillonen ab. Italienische Kavallerie durchquert den Tagliamento und gewinnt Udine zurück.

Politik

Österreich-Ungarn: WAFFENSTILLSTAND MIT DEN ALLIIERTEN, unterzeichnet am Mittag (gültig ab dem 4. November, veröffentlicht am 6. November), nachdem Kaiser Karl das Oberkommando an Arz übergeben hat (Kövess nominiert am 4. November).
Die Alliierten stimmen dem Antrag Deutschlands auf einen Waffenstillstand zu.
Polen: In Warschau wird die Republik erklärt.
Serbien: Die serbische Regierung kehrt nach Belgrad zurück. Die Jugoslawische Republik wird in Agram verkündet.

Seekrieg

Ostesee – MATROSENAUFSTAND IN KIEL: 3.000 Seeleute und Arbeiter treffen sich auf der Waldweisse in Kiel; ein Vertreter der USPD und Werftarbeiter verkünden ihre Solidarität. Die begeisterte Menge marschiert dann in Richtung des Marine-Gefängnis in der Feldstraße, wird aber in der Karlstraße von 48 Offizierskadetten und Schiffskameraden unter Leutnant Steinhauser beschossen, wobei 8 getötet und 39 verwundet werden. Die Menge antwortet mit Steinen und ein paar Gewehrschüssen (Steinhauser getötet), dann löst sie sich auf.
Adria: Die italienische Marine aus Venedig, Ancona, Brindisi und Albanien beginnt mit der Besetzung von 32 dalmatinischen Inseln und Adria-Häfen (bis zum 5. Dezember), angefangen mit Triest und der Pelagosa-Insel (mit 4 Kleinboote) und der Insel Lissa.

Westfront

Flandern: Belgische Truppen erreichen den Stadtrand von Gent.
Aisne und Argonnen: Die französisch-amerikanische Offensive endet; die Bahnstrecke Lille-Metz wurde unterbrochen. Das französische IX. Korps nimmt die Basancourt-Farm.

Besetzte Gebiete

Rumänien: Mackensen schlägt eine sofortige Räumung vor (die Amerikaner entschlüsseln die Botschaft). Mackensen erhält ein rumänisches Ultimatum am 9. November und beginnt mit dem Abzug am 10. November.

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