Kriegstagebuch 3. Dezember 1914

Angriff serbischer Infanterie

Serbische Infanterie greift die zahlenmäßig stärkeren österreich-ungarischen Truppen an.

Kriegstagebuch für Donnerstag den 3. Dezember 1914:

Südfronten

Serbien: Eine große serbische Gegenoffensive (Schlacht bei Kolubra) trifft die österreich-ungarische Sechste Armee unvorbereitet, deren schwere Artillerie noch weit zurück ist. Misics serbische Erste Armee stößt mehrere Kilometer vor und nimmt 1.512 Kriegsgefangene, 5 Kanonen und 4 MGs. Die Zweite und Dritte Armee erobern wichtige Höhen zurück und nehmen 503 Kriegsgefangene und zwei MGs.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Brigade-General Gorges beginnt entlang der nördlichen Eisenbahnstrecke vorzurücken. Es kommt täglich zu Kämpfen und die Endhaltestation wird am 10. Dezember erreicht.

Politik

Japan: Großbritannien gesteht Japan zu, daß Australien keine deutschen Inseln nördlich des Äquators besetzt. Der japanische Vertreter in Peking übergibt ein Schriftstück mit 21 Forderungen an China.
Italien: Die österreichisch-italienischen Gespräche werden wieder aufgenommen. Italiens Ministerpräsident Salandra beschließt dagegen im Geheimen seine Kriegspolitik.

Besetzte Gebiete

Belgien: Die Befugnisse der Provinzregierungen werden auf die deutschen Militärgouverneure übertragen. Deutschland verhängen 40 Millionen Franc pro Monat Kriegssteuer.

Heimatfronten

Deutschland: Adolf Grober (Katholische Zentrumspartei) sagt ‘Wir müssen eine neues Deutschland bauen … Wir müssen ein gutes Beispiel für die ganze Welt sein.’ Kaiser Wilhelm II. kehrt von der Westfront nach Berlin zurück.

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