Kriegstagebuch 29. Oktober 1914


Türkische Soldaten 1914

Türkische Soldaten vor den Stadtmauern der osmanischen Hauptstadt Konstantinopel.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 29. Oktober 1914:

Naher Osten

Osmanisches Reich: TÜRKISCHER KRIEGSEINTRITT.
Ägypten: Es wird berichtet, dass 2.000 Beduinen Überfälle an der Grenze zum Sinai durchführen.

Seekrieg

Schwarzes Meer: Goeben, Breslau und türkische Schiffe (Kreuzer Hamidie, 1 Minenleger und 2 Torpedoboote) führen überraschende Präventivangriff auf die russische Schwarzmeerflotte in ihren Stützpunkten durch. In Odessa wird das russische Kanonenboot Donec versenkt. Goeben feuert 59 Granaten in 25 Minuten auf Sewastopol ab und versenkt den russischen Minenleger Prut, wird allerdings selbst von zwei 30-cm-Granaten getroffen, welche 14 Matrosen töten. In Noworossijsk versenkt Breslau etwa 6 Dampfer und zerstört 40 Öltanks. Feodossija wird beschossen und mit Ausnahme bei Noworossijsk, werden Seeminen verlegt. Admiral Souchon, schreibt an seine Frau: ‘Ich habe die Türken in das Pulverfass geworfen.’
4 neue russische Zerstörer werden in Nikolajew in Dienst gestellt.

Westfront

Das britischen II. Korps kann Neuve Chapelle für ein paar Stunden zurückerobern. Die bayerische 6. Reserve-Division wird östlich von Gheluvelt auf der Menin-Strasse zurückgeschlagen. Die deutsche 4. Reserve-Division macht den letzten großen Angriff südlich von Armentieres.

Ferner Osten

Tsingtau: Die japanischen schweren Belagerungsgeschütze eröffnen das Feuer. Das deutsche Kanonenboot Tiger versenkt sich selbst.

Afrikanischen Fronten

Südost-Kamerun: 900 französische Soldaten, aus Wesso im Süden kommend, erobern Dzium am Fluss Sanga beim dritten Versuch.
Südafrika: De Wet prangert ‘das elende, verpestete Englisch an’, während seine 120 Männer Vrede plündern.

Heimatfronten

Großbritannien: Das britische Order-in-Council erweitert zum dritten Mal die Konterbande-Liste und aktualisiert die Bedingungen zur Fortsetzung der Reise von Handelsschiffen.
Das Home Office erlaubt weibliche Polizeistreifen.

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