Kriegstagebuch 29. November 1914

Gruppe deutscher Infanterie

Eine Gruppe deutscher Soldaten mit voller Marschausrüstung im November 1914.

Kriegstagebuch für Sonntag den 29. November 1914:

Westfront

Somme: Französischer Vormarsch um den Ort Chaulnes.
Argonnen: Französische Truppen erobern Bagatelle zurück.
Vogesen: Die Franzosen wehren deutsche Angriffe auf Ban-de-Sapt ab. Bayerische Truppen stellen das erste Ski-Bataillon auf.
Artois: General Fayolle von der französischen 70. Reserve-Division schreibt in sein Tagebuch: ‘Ich frage mich, ob diese großen Führer, die sich so in den Vordergrund drängen … nicht auch diejenigen sind, die keine Rücksicht nehmen … auf die Menschenleben, die ihnen anvertraut sind.’

Südfronten

Serbien: Die serbischen Truppen evakuieren Belgrad in der Nacht vom 29./30. November und sprengen die französischen Schiffsgeschütze, nachdem diese nun 240 Schüsse abgefeuert haben. Die Garnison von 17 Bataillone aus der Stadt schließt sich der Obrenovac-Armeeabteilung von 6 Bataillonen im Süden an. Die serbische Ersten Armee zieht sich 20 km zurück. Der serbische linke Flügel im Süden steht jetzt mit dem Rücken zum westlichen Morava-Tal.

Luftkrieg

Westfront: Das Royal Flying Corps (RFC) wird neu organisiert: Die 2. und 3. Squadron (Staffel) bilden das 1. Wing (Flügel), die 5. und 6. Squadrons bilden den 2. Wing unter Generalleutnant C.J. Burke. Die 4. Squadron wird zu einer Verbindungsflieger-Einheit und das Depot (Flugzeug-Park) verbleibt beim Hauptquartier des RFC in St. Omer.
Deutschland: Trotz des Versprechens der Flugzeughersteller, 200 Flugzeuge pro Monat ab Mitte August zu liefern, hat die deutsche Militär-Luftwaffe nur 462 neue Flugzeuge seit dem 3. August erhalten.

Heimatfronten

Großbritannien: Der König verlässt London um die Westfront bis zum 5. Dezember zu besuchen.

Ähnliche Reports:
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen