Kriegstagebuch 28. Februar 1917

Frauen transportieren Rohlinge für 15-cm-Granaten

Frauen transportieren Rohlinge für 15-cm-Granaten in einer staatlichen deutschen Munitionsfabrik.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 28. Februar 1917:

Heimatfronten

Deutschland: Nur 60.000 Freiwillige (hauptsächlich Frauen) anstelle von 200.000 erhofften aus dem Hilfsdienst-Gesetz.
Russland: Das Duma-Mitglied Kerenski fordert ein Ende des ‘mittelalterlichen Regimes’.
Indien: Ein Gesetz bildet die Indian Defence Force (eine Art indischer Heimwehr), zu der auch alle Briten mit ständigem Wohnsitz in Indien zwangsverpflichtet werden.

Westfront

Frankreich: Nivelles Brief an die Regierung warnt vor ‘pazifistischer Propaganda’, welcher die Truppen erreicht.
Somme: Die Briten haben im Februar 11 Dörfer erobert und 2.133 Kriegsgefangene eingebracht.

Geheimkrieg

Westfront: Ende Februar werfen die Briten erstmals Brieftauben aus einem Ballon ab, welche drei Agenten erreichen sollen. Bis Kriegsende kehren durchschnittlich 40% der Brieftauben wieder zurück.

Seekrieg

Atlantik: Während des Februar wird die britische 10. (Minenräumer) Schaluppen-Flottille von Immingham an der Ostküste (Humber) nach Queenstown verlegt, um der Bedrohung durch Minen vor Südirland zu begegnen. Im März verliert sie 2 Schiffe.
7 Kreuzer der Arethusa-Klasse von der Harwich Force und der Grand Fleet werden von Februar bis November umgebaut, um 70 bis 74 Minen verlegen zu können. Sie führen 35 Unternehmungen bis November 1918 durch und verlegen insgesamt 2.553 Minen.
Alliierte Handelsschiffsverluste im Februar 1917: 254 Schiffe mit 500.673 Tonnen versenkt (deutsche Angaben 520.412 Tonnen), einschließlich der Rekordzahl von 105 britischen Schiffe mit zusammen 313.486 Tonnen. Im Mittelmeer beliefen sich die Verluste auf 105.670 Tonnen.

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