Kriegstagebuch 27. November 1917

durch Artillerie-Volltreffer vernichteter Tank

Bei Cambrai durch einem Artillerie-Volltreffer vernichteter britischer Tank.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 27. November 1917:

Westfront

Cambrai: Die erschöpften britischen Truppen ziehen sich vor Cambrai zurück, nachdem die Garde-Division mit 32 Tanks im Abschnitt Bourlon und Fontaine zurückgetrieben wurde. Ludendorff und Rupprecht konferieren in Le Cateau, als 20 frische deutsche Divisionen unter Marwitz in der Nähe von Cambrai versammelt werden: ‘Es gab noch nie eine solche Gelegenheit für einen überwältigenden Gegenschlag’, sagt Ludendorff, der darauf besteht, dass alles vor dem 30. November fertig sein muss, da Cambrai ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt ist.
Großbritannien: Das Kriegsministerium verdoppelte die Starke des Tank-Korps auf 18.462 Mann, was ursprünglich schon am 13. April 1917 beantragt wurde.

Ostfront

Russland: Die Waffenstillstands-Unterhändler kehren mit der grundsätzlich deutschen Zustimmung zurück. Nächste Sitzung am 1. Dezember 1917.

Naher Osten

Palästina: 15.800 Türken mit ca. 120 Geschützen drängen die Yeomanry- und britische 54. Division zurück, bis Reserven am 30. November die Front stabilisieren.

Afrika

Ostafrika: 215 deutsche Truppen mit 1.100 Trägern von Tafels Streitmacht aus Mahenge ergeben sich wegen aufgebrauchten Nahrungsmittelrationen in Luatala den 120 Baluchi-Soldaten, die ihren Angriff am 26. November dank einer Attacke der 25. Kavallerie abwehren konnten. Hauptmann Otto mit 25 Mann bricht zu Lettow-Vorbeck durch.

Seekrieg

Ostsee: Der russische Zerstörer Bditelni sinkt in einem Minenfeld von UC 78 vor den Aaland-Inseln.

Politik

Frankreich: Oberster Alliierter Kriegsrat ernannt (Generale Wilson, Foch, Cadorna und Bliss in Versailles).
Russland: Trotzki warnt, dass Russland dazu veranlasst werden könnte, einen separaten Waffenstillstand zu vereinbaren, falls die Alliierten nicht verhandeln. Buchanan an das Auswärtige Amt ‘Jeder Tag, an dem wir Russland gegen dessen Willen im Krieg halten, führt nur dazu, daß das russische Volk über uns zunehmend verbitterter wird.’
Brasilien: Französisch-brasilianische Vereinbarung zur Überlassung von 30 internierten deutschen Schiffen für Lieferungen alliierter Lebensmittel.

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