Kriegstagebuch 27. Februar 1915

Französische 155-mm-Kanone

Eine französische 155-mm-Kanone in Feuerstellung. Obwohl bereits veraltet, wird sie wegen des Mangels an Artilleriegeschützen verwendet.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 27. Februar 1915:

Westfront

Champagne: Beausejour wird von französischen Truppen genommen, aber es wurden lediglich 1.000 deutsche Kriegsgefangene seit dem 16. Februar eingebracht.
Flandern: Die erste Territorial-Division, die 46. North Midland, wird dem Britischen Expeditionskorps (BEF) eingegliedert. Dessen Feldmarschall French schreibt an seine Geliebte: ‘Ich habe mehr Probleme mit dem Kriegsministerium, als ich mit den Deutschen habe.’
Vogesen: Die französische 66. Division greift vergeblich Hartmann-Sweilerkopf an, trotz einer Unterstützung durch 53 Kanonen.

Ostfront

Karpaten: Eine erneute österreich-ungarische Offensive, der sich auch die Zweite Armee anschließt, verliert durch das einsetzende Tauwetter schnell an Schwung und gewinnt nur knapp über 8 km Raum bis zum 5. März.

Naher Osten

Russland: Großfürsten Nikolaus beantwortet ein Telegramm Churchills vom Vortag: ‘Die russische Schwarzmeerflotte und mehr als 47.000 Mann Truppen werden Konstantinopel angreifen, wenn die alliierte Flotte in das Marmarameer eindringt.’

Seekrieg

Deutsch-Ostafrika: Die britische Admiralität verhängt formell die Blockade.

Politik

Großbritannien: Wyldbore-Smith (Vorsitzender der ‘Internationalen Nachschubs-Kommission’) beklagt die russische Geheimhaltung und den Mangel an Koordination bei der Auftrags- und Bestellvergabe.

Neutrale

USA: Französische Kriegsschiffe kapern das jetzt unter US-Flagge laufende, ehemalige deutsche Handelsschiff SS Dacia, welches am 11. Februar von Nordamerika nach Bremen ausgelaufen ist. Ein Prisengericht wird dazu für den 22. März einberufen.

Besetzte Gebiete

Frankreich: Präfekt Trepont vom Nord Department wird als Geisel nach Deutschland gebracht.

Heimatfronten

Deutschland: Die 2. Kriegsanleihe wird ausgegeben.
Frankreich: Das Moulin Rouge in Paris brennt nieder.

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