Kriegstagebuch 26. September 1918

Us-Soldaten mit französischen FT-17 Panzern

US-Soldaten mit französischen FT-17 Panzern marschieren in ihre Bereitstellungsräume im Maas-Argonnen-Abschnitt.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 26. September 1918:

Westfront

Frankreich – FOCH beginnt mit der allgemeinen Offensive: Erste Phase bis zum 15. Oktober. Schlacht an der MAAS UND IN DEN ARGONNEN (bis zum 11. November): Nach 3 Stunden Sperrfeuer greifen 37 französische und amerikanische Divisionen um 05:30 Uhr auf einem 65 Kilometer breiten Frontabschnitt von der Champagne bis zur Maas mit 705 verfügbaren Tanks an, die durchschnittliche Eindringtiefe liegt bei 5 Kilometern. Das Amerikanische Expeditionskorps AEF verschiesst 800 Millionen Schuss Gasmunition (1600t) Senfgas und Phosgen bis zum 11. November; 10.600 Deutsche werden vergast (davon 278 Tote).

Südfronten

Bulgarien: Nördlich von Kosturino treffen um 08:00 Uhr (35° Celsisu im Schatten) die Derbyshire Yeomanry auf ein bulgarisches Auto mit weißer Flagge und einem Brief von Todorow an Milne. Die bulgarische Hauptstadt Sofia ist zwar noch 210 Kilometer und fünf Bergketten weiter ördlich, trotzdem BITTET BULGARIEN UM EINEN WAFFENSTILLSTAND.
Serbien: Serbische Kavallerie erobert Kocharia, die Drina- und Morava-Divisionen befreien Veles nach hartem Kampf gegen 4 deutsche Bataillone. Die Alliierten haben bis jetzt 10.000 Kriegsgefangene und 200 Kanonen eingebracht.

Naher Osten

Palästina: Allenby trifft seine Korpskommandanten in Jenin und befiehlt den Vorstoß auf Damaskus.
Trans-Jordanien: Die britische 10. Kavallerie-Brigade in Irbid scheitert gegen den Flankenschutz der türkischen Vierten Armee. Die Arabische Armee (3.000 Mann) überquert die Hedschasbahn nördlich von Deraa, nimmt zwei Eisenbahnstationen und über 600 Kruegsgegfangene. Oberst Oppens 700 Deutsche erreichen die Bahn am 27. September und werden nach Riyak abtransportiert.

Luftkrieg

Deutschland: 4 Handley Page Bomber der 216. Squadron beschädigen die Eisenbahnen und Brücke im Gebiet Metz-Sablon, welche für 24 Stunden zu Verzögerungen und Umleitungen führen.
Westfront: Mitchells 842 US-Flugzeuge gegen 302 deutsche Flugzeuge bei der Maas-Argonne-Offensive (bis zum 11. November), aber das Wetter schränkt die Bodenunterstützung ein. Die Deutschen melden 63 alliierte Flugzeuge für einen Verlust von 3 eigenen abgeschossen zu haben.

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