Kriegstagebuch 26. Oktober 1917

Kanadische Kanoniere bei Passchendaele

Kanadische Kanoniere im Schlamm von Passchendaele.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 26. Oktober 1917:

Westfront

Flandern – ZWEITE SCHLACHT VON PASSCHENDAELE (bis zum 10. November): ‘Der Feind stürmt wie ein wilder Stier gegen die eiserne Mauer, die ihn von unseren U-Boot-Stützpunkten fernhält’ (Ludendorff). Die Hauptstösse gegen den Houthulst-Wald durch die Franzosen und gegen Poelcapelle. Das Kanadisches Korps (426 Geschütze, 1.558 Verluste) greift um 05:30 Uhr im Regen an und gewinnt knapp 1.000 Meter auf einem 2.500 Meter breiten Frontabschnitt in Richtung Passchendaele, Bercelaere, Gheluvelt (dort ca 3.500 britische Verluste) und Zandvorde. Die Kanadier gewinnen ansteigendes Gelände an zwei Vorsprüngen im Südwesten von Passchendaele.

Südfronten

Isonzo: Krauss 3 österreich-ungarische Dvisionen überqueren den Stol-Höhenrücken (1.971 m) und nehmen den Mt.Maggiore ein. Nach einem Vorstoß von über 19 km erobert Rommel mit seinen Soldaten den Mt.Mrzli und Mt.Matajur (1.650 m) mit 2.700 Kriegsgefangenen von der Salerno-Brigade, die gegenüber ihren Offizieren meutern und sich ergeben. 2 deutsche Divisionen stehen 8 km von Cividale entfernt, dem Hauptquartier der italienischen Zweiten Armee. Die österreich-ungarische Zweite Isonzo-Armee dringt in die zweite Linie der italienischen Bainsizza-Verteidigungsstellung ein und die Erste Isonzo-Armee meldet den italienischen Rückzug auf dem Kars. Die Deutschen melden 60.000 italienische Kriegsgefangene und 500 erbeutete Kanonen. Lloyd George befiehlt dem britischen Generalstab, 2 Divisionen von der britischen Westfront nach Italien zu entsenden.

Politik

BRASILIEN ERKLÄRT DEUTSCHLAND DEN KRIEG: Präsident Braz gibt bekannt, dass die Deutschen in einen Umsturzversuch verwickelt sind und eine Invasion planen.

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