Kriegstagebuch 26. Mai 1940

Evakuierung Verwundeter aus Dünkirchen

Verwundete englische Soldaten werden mit Rettungsbooten zu den Transportschiffen vor Dünkirchen gebracht.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 26. Mai 1940:

Seekrieg

EVAKUIERUNG VON DÜNKIRCHEN (Unternehmen Dynamo) beginnt. Der Hafen von Zeebrügge wird durch die Royal Navy sabotiert, welche vier Schiffe vor der Einfahrt versenkt.

Luftkrieg

Spitfire-Jagdmaschinen schießen 6 Messerschmitt Bf 109 E und 6 Junkers Ju 87 Stukas über Dünkirchen ab. Stukas hämmern auf die englische Garnison der Zitadelle von Calais ein. Berlin meldet fälschlicherweise, daß Calais gefallen ist. Die RAF bombardiert in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai Eisenbahnziele im Rheinland.

Westfront

Deutsche Bodentruppen zerschlagen den hartnäckigen englischen Widerstand in der Zitadelle von Calais. Hitler genehmigt Rundstedt den Vormarsch mit ‘gepanzerten Kampfgruppen und Infanterie-Divisionen in Richtung Tournai-Dünkirchen’ fortzusetzen.
Die deutsche 6.Armee beginnt mit einem schweren Angriff gegen die belgischen Truppen, welche die alliierte linke Flanke halten. Das englische Expeditionskorps schickt den Belgiern Verstärkungen. Franzosen und Belgier können heftigen deutschen Angriffen zwischen Courtrai und Valenciennes standhalten. Die Franzosen können mehrere deutsche Brückenköpfe über die Somme östlich von Amiens zurückerobern.

Heimatfronten

Großbritannien: General Sir Edmund Ironside wird zum Befehlshaber der Heimatstreitkräfte und General Sir John Dill zum CIGS ernannt. Tag der Nationalen Andacht.

Geheimkrieg

Admiral Schniewind, Chef des deutschen Marinestabes, prognostiziert: ‘Eine Evakuierung von Truppen (des BEF bei Dünkirchen) ohne Ausrüstung … ist denkbar durch den Einsatz einer großen Zahl kleinerer Schiffe … selbst von der offenen Küste.’

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