Kriegstagebuch 25. November 1917

Tauschhandel Ostfront 1917

Nach dem Waffenstillstandsangebot der russischen Revolutionsregierung setzt reger Tauschandel zwischen den Schützengräben ein.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 25. November 1917:

Ostfront

Westrussland: Verbrüderungen bei Baranowitschi. Am Eisenbahnknotenpunkt von Orscha werden anti-bolschewistische Truppen daran gehindert, nach Moskau zu gelangen.

Heimatfronten

Russland – Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung (bis zum 27. November): Die Bolschewiki gewinnen nur 25% der Stimmen, d.h. 9,8 Millionen von 36 Millionen Wählerstimmen, was 225 Delegierte ergibt. Die Sozialisten erhalten 20,75 Millionen Stimmen und 420 Delegierte. Dies sind die letzten freie Wahlen bis 1989.
Ungarn: 100.000 Arbeiter marschieren durch Budapest für Frieden und die Russische Revolution.

Westfront

Cambrai: Deutsche Gegenangriffe bei Bourlon, die britische 40. Division verlor nun 4.000 Mann seit dem 23. November, nur noch 12 Tanks im Einsatz.
Verdun: Die Franzosen nehmen 800 Kriegsgefangene im Abschnitt Samogneux und am 27. November französischer Erfolg in der Nähe von Höhe 344.

Afrika

Mosambik: Lettow-Vorbeck überquert bis zum 26. November mit 2.000 Mann, 3.000 Trägern und einer Kanone den Fluss Rovuma bei Ngomano nach Portugiesisch-Ostafrika hinein, nur 1,5 km von einem portugiesischen Fort entfernt. Sein Angriff nimmt das Fort, zusammen mit 700 portugiesischen Gefangenen, 6 MGs, 30 Pferden und Vorräte für sechs Tage.

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