Kriegstagebuch 25. August 1915

7,62-cm-Flugzeugabwehrkanone L/30

Erbeutete russische 7,62-cm-Feldgeschütze wurden zu Flugzeugabwehrkanonen umgebaut und bei den deutschen Frontdivisionen und im Heimatschutz verwendet.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 25. August 1915:

Luftkrieg

Deutschland: 62 französische Bomber (2 durch Flakfeuer abgeschossen) greifen das Stahlwerk von Dillingen in der Nähe von Trier unter Verwendung modifizierter 155mm-Artilleriegranaten an.

Ostfront

Polen: Linsingens Bug-Armee besetzt Brest-Litowsk, während Mackensen nach Norden vorstößt.

Südfronten

Montenegro: Kämpfe zwischen österreich-ungarischen und montenegrinischen Truppen bei Cattaro, wobei österreich-ungarische Soldaten bei Grahovo am 27. August abgeschlagen werden.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Alliierte Konferenz in Duala bis zum nächsten Tag, wobei der endgültige Vorstoß auf Jaunde nach der Regenzeit geplant wird. Brigade-General Cunliffe Truppen unternehmen eine Aufklärungsmission nach Mora im Norden.

Politik

Griechenland: Der serbische Botschafter in Athen fordert griechische Hilfe nach dem Bündnisvertrag von 1913 ein.

Besetzte Gebiete

Polen: General Beseler wird zum Generalgouverneur gemacht (Pilsudski kommt in Warschau am 15. September an).

Heimatfronten

Großbritannien: 12.000 Bergleute aus Süd-Wales sind bis zum 1. September erfolgreich mit einem Streik für zuästzliche Boni. In den letzten August-Tagen erzielen sie einen 20-jährigen Arbeitsrekord.
Russland: Der Duma-Präsident Rodzianko bittet in einem Brief an den Zaren darum, daß dieser sich nicht zum Oberbefehlshaber der Armee macht (wodurch er sich bei militärischen Niederlagen persönlich schwächen würde).

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