Kriegstagebuch 23. Oktober 1914

Britische Soldaten mit deutschen Kriegsgefangenen

Deutsche Kriegsgefangene werden von britischen Soldaten nach hinten gebracht.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 23. Oktober 1914:

Westfront

Flandern: Die französisch 42. Division, bestehend aus 7.000 Veteranen der Marne-Schlacht, rückt in die Frontlinie bei Nieuport ein. Britische Rückeroberung der Pilkem-Gräben. Schwere Kämpfe um Langemarck. Das französische IX. Korps wird bis zum nächsten Tag aus Eisenbahnzügen bei Ypern entladen, um das britische I. Korps abzulösen, welches 1.281 Verluste bei der deutschen 45. Reserve-Division verursacht hat. Die 3. Lahore-Division des Indischen Expeditionskorps unterstützt das britische II. Korps bei der Abwehr einen deutschen Nachtangriff auf die Stellungen bei Givenchy-Aubers.

Ostfront

Polen: Die Russen, einschließlich des Garde-Korps, marschieren überall vorwärts.
Galizien: Russische Truppen erobern Jaroslaw zurück.

Südliche Fronten

Bosnien: Der österreich-ungarische Fluss-Monitor und Flaggschiff der Donau-Flotillie Ternes läuft auf eine von russischen Marine-Spezialisten gelegte Mine auf dem Fluß Save in der Nähe von Sabac und sinkt. Die anderen Monitore müssen mit Minensuchgeräten ausgerüstet werden, und daß in einem Monat mit schwerem Beschuß von Belgrad und überschwemmten serbischen Schützengräben enlang der Save.

Politik

Rumänien: Die Regierung schließt die Grenze für deutsche Lieferungen in die Türkei.

Afrikanische Fronten

Südafrika: General De Wet rebelliert mit seinen Truppen im Orange-Freistaat und besetzt Heilbron.

Naher Osten

Mesopotamien: Das Indische Expeditionskorps IEF ‘D’ ankert vor Bahrein.

Heimatfronten

Großbritannien: Churchill zu Grau: ‘Ich bin sehr unglücklich darüber, daß wir in einen Krieg mit dem Osmanischen Reich verwickelt werden … ohne Griechenland als Verbündeten.’

Geheimkrieg

Der britische Hochkommissar in Ägypten, Sir H. McMahon (im Namen von Kitchener) erreicht eine geheime Vereinbarung mit dem Scherif Hussein von Mekka ‘um die Unbahängigkeit der Araber zu organisieren und zu unterstützen.’

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