Kriegstagebuch 23. März 1918

Tank Mark IV in Peronne

Ein britischer Tank Mark IV (weiblich) in den zerstörten Strassen von Peronne kurz vor der Räumung durch die Briten.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 23. März 1918:

Westfront

Somme – Schlacht von St. Quentin endet. Die Briten verlieren ihre Frontlinie am Crozat-Kanal: Gough beschließt, den Rückzug zum Westufer der Somme fortzusetzen. Deutsche Truppen dringen in Ham und dem geräumten Peronne ein und setzen die Verfolgung fort. Einige Brücken werden mehr oder weniger intakt genommen. Französische Infanterie (5 Divisionen angefordert) beginnen mit Lastwagen anzukommen, um die Front südlich von Peronne zu übernehmen, 1 Regiment davon bereits in Kämpfe verwickelt. Byngs Dritte Armee räumt Flesquires am Cambrai-Frontbogen.
Paris-Kanone: 3 spezielle 21-cm-Krupp-Geschütze (die fälschlich von den Allierten als ‘Große Berthas’ bezeichnet werden) beginnen täglich Paris bis zum 9. August mit insgesamt 303 Granaten zu beschiessen. Der erste, heutige Beschuss wird über knapp 102 km mit 23 Granaten durchgeführt (256 Tote, 620 Verwundete). Die erste Phase des Beschusses findet mit insgesamt 183 Granten bis zum 1. Mai statt.

Seekrieg

Nordsee: 4 britische Echolot-Stationen an der Ostküste sorgen für präzisen Beschuss von Monitoren der Dover Patrol auf Zeebrügge.
Westliches Mittelmeer: Der italienische Minenleger Partenope wird, nachdem er seine letzte Granate verschossen hat, von UC 67 vor Tunesien versenkt.

Luftkrieg

Westfront: Französische Jagdflugzeuge verstärken das Royal Flying Corps (38 Flugzeuge verloren, davon 6 in Flandern – die Deutschen melden 29 abgeschossene alliierte Flugzeuge bei 14 eigenen Verlusten) zwischen der Oise und Somme (bis zum 24. März), welche später 36 deutsche Flugzeuge nach dem Eintreten besseren Wetters als Abschüsse melden.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.