Kriegstagebuch 23. Dezember 1917

Österreich-ungarische 10,4-cm-Langrohrkanone

Österreich-ungarische 10,4-cm-Langrohrkanone verschießt Gasgranaten an der italienischen Front. Die Mannschaft trägt Gasmasken.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 23. Dezember 1917:

Südfronten

Italienische Front: Fayolle, Befehlshaber der französischen Zehnten Armee, informiert Foch, dass die Italiener ‘ihren Kampfgeist wiedergewonnen hätten.’
Trentino: Conrad von Hötzendorf letzter Versuch, vor dem Winter durchzubrechen. Er verspricht den Soldaten den Winter in Bassano und den Ebenen südlich zu verbringen und eine Weihnachtsmesse in Venedig. Nach einem ‘Wirbelsturm’-Beschuss, einschließlich Gasgranaten durch 540 Geschütze, erobert die Elfte Armee den Col del Rosso (1.275m), Mt.Melago und 3 weitere Höhen bei einem Vorstoss über 3,2 km und bringt bis zum 24. Dezember 9.000 Kriegsgefangene ein.

Seekrieg

Irische See: Der bewaffnete Enter-Dampfer HMS Stephen Furness (101 Tote) wird durch ein U-Boot versenkt.
Nordsee: 3 Zerstörer der Harwich Force bei einem Konvoi-Einsatz nach Holland (Torrent, Surprise und Tornado) sinken in einem deutschem Minenfeld nördlich der Maas-Lichtboje, dabei 252 Tote. Der Flotillenführer Valkyri schafft es, mit einem zerstörten Heck nach Hause zu kommen. Der entkommene Zerstörer Radiant rettet Überlebende.

Politik

Deutschland: Kaiser Wilhelm II., zu Besuch bei der Zweiten Armee an der Westfront, sagt, as Jahr 1917 habe bewiesen, daß Gott ein Verbündeter des deutschen Volkes ist.

Geheimkrieg

Frankreich: Anglo-französisches Pariser Übereinkommen über Einflussbereiche in Südrussland (das britische Kriegskabinett bewilligt dies am 26. Dezember).


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