Kriegstagebuch 23. April 1918

 späte Unternerhmung der deutschen Hochseeflotte

Eine späte Unternehmung der deutschen Hochseeflotte, da das ‘Bayern’-Klasse-Schlachtschiff rechts einen Großmast hat und alle ihre Torpedonetze eingezogen haben. Die Deutschen bewahren erfolgreich während des Krieges den größeren Teil ihrer Schlachtflotte als eine ‘Präsenzflotte’, welche die überlegene Stärke der Briten bindet.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 23. April 1918:

Seekrieg

Nordsee: LETZTE UNTERNEHMUNG DER DEUTSCHEN HOCHSEEFLOTTE (bis zum 24. April). Vergeblicher Versuch ab 5 Uhr Morgens, zunächst unentdeckter Angriff (Scheer untersagt Funkverkehr), auf britische Konvois aus oder nach Norwegen (81 britische Handelsschiffe im Seegebiet, aber nirgendwo in der Nähe von norwegischen Gewässern). Hipper findet nichts, schickt den Schlachtkreuzer Moltke mit Maschinenschaden zurück (65 Kilometer südwestlich von Stavanger). Dessen Notsignal vom 24. April alarmiert den britischen Room 40 und die 35 Großkampfschiffe der Grand Fleet (einschließlich 4 US-Schlachtschiffe) plus 111 Kreuzer und Zerstörer, die in der Rekordzeit von 1 1/2 Stunden von Rosyth aus in See stechen. Das Schlachtschiff Oldenburg nimmt Moltke ins Schlepptau, aber das Schiff wird am 25. April vom britischen U-Boot E42 noch torpediert, bevor sie und die ganze Flotte von 17 Schlachtschiffen wieder in ihre Stützpunkte einlaufen.

Westfront

Großbritannien: Ein Sonderbericht von Haig meldet, daß seit dem 21. März über 102 deutsche Divisionen bekämpft wurden.
Somme: Heftige deutsche Angriffe in Albert und zwischen Somme und Avre. Die 1. US-Division rückt gegenüber von Cantigny (westlich von Montdidier) zwischen dem französischen IX. Und VI. Korps in die Frontlinie ein.

Politik

Guatemala: Die Regierung erklärt Deutschland den Krieg.
Österreich-Ungarn: Der österreich-ungarische Ministerpräsident Dr. Werkerle behauptet, der Friedensbrief Kaiser Karls hatte die deutsche Zustimmung.
Großbritannien: Generalmajor Tom Bridges zum Militärberater von Lord Reading in den USA bestimmt.

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