Kriegstagebuch 23. April 1915

Kanadier in der Zweiten Flandernschlacht

Kanadische Truppen in der Zweiten Flanderschlacht von Ypern.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 23. April 1915:

Westfront

Ypern – Zweiter deutscher Gasangriff. Deutsche Truppen nehmen Langemarck, die Steenstraate-Brücke und Stellungen südlich von Lizerne, als ein alliierter Gegenangriff zusammenbricht.
Erstes Victoria Cross des Krieges für einen Kanadier, an Korporal-Leutnant F. Fisher (13. Bataillon).

Südfronten

Die italienischen Truppen im Grenzgebiet zu Österreich-Ungarn sind nun verstärkt auf 8 Korps, eine Bersaglieri-Division und 2 Alpini-Gruppen.

Mittlerer Osten

Dardanellen: Unterleutnant Rupert Brooke, ein Kriegs-Poet, stirbt im Alter von 27 Jahren an Blutvergiftung an Bord eines Lazarettschiffs vor Skyros.

Seekrieg

Ost-Atlantik: Die britische Seeblockade von Kamerun beginnt formell (wird aufgehoben am 29. Februar 1916).
Britische Heimatgewässer: Fisher teilt Churchill mit, daß deutsche U-Boote in der Lage sind, bei Tag und Nacht Funksprüche über 300 Seemeilen zu empfangen und zu senden.
Ägäis: Die alliierte Landungsflotte (200 Schiffe) trifft verspätet ein. Nach dem Scheitern des alliierten Durchbruchsversuch mußten die Transportschiffe zur Umladung nach Ägypten zurückgeschickt werden.
Ostsee: U 26 (Berckheim) stoppt und versenkt den russischen Frachter Frack. Das U-Boot E1 der Royal Navy wird von einem Eisbrecher auf See geschleppt.

Heimatfronten

Osmanisches Reich: Die Polizei von Konstantinopel verhaftet 235 führenden Armenier zu einem Exil im Landesinneren.
Großbritannien: Nun auch Pensionen für Angehörige von getöteten Zivilarbeitern, welche für das Kriegsministerium arbeiteten.
Österreich-Ungarn: In Wien Brot nur von schlechter Qualität und Mehl kaum vorhanden.

KretaTipp
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