Kriegstagebuch 22. Oktober 1914

Indische Soldaten bei Ypern 1914

Indische Soldaten der 129. Belutschen bei Wytschaete. Sie sind einige der erfahrensten Truppen auf diesem Kriegsschauplatz.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 22. Oktober 1914:

Westfront

Flandern: Die belgische 2. Division rückt wieder in Lombaertzyde ein, aber in der Nacht schlägt das deutsche III. Reservekorps Brücken über den Fluß Yser in der Nähe von Tervaete, nimmt das Dorf und baut den Brückenkopf am nächsten Tag aus. Deutsche Truppen erstürmen die britische Gräben nördlich von Pilkem. Smith-Dorrien zieht sich darauf hin auf die Linie Givenchy-Neuve Chapelle-Fauquissart zurück. 2 indische Brigaden werden im Eiltempo mit Bussen zur zu Fuß kämpfenden britischen Kavallerie vor Messines transportiert. Die Maschinengewehr-Abteilung der 129. Belutschen ist die erste Einheit, welche eines von 5 Victoria-Kreuz-Auszeichnungen für Inder in Frankreich am 31. Oktober erhält.

Ostfront

Bukowina: Österreich-ungarische Truppen besetzen wieder Tschernowitz, aber die Russen erobern es am 28. Oktober zurück.
Polen: Österreich-ungarische Truppen schlagen die Schlacht von Iwangorod bis zum 27. Oktober, als das russische XXV. Korps in der Nacht die Weichsel bis zum 23. Oktober überschreitet.

Neutrale

Osmanisches Reich: Enver Pascha sendet ein Kriegs-Interventionsplan an den deutschen Generalstab in Berlin, um diesen zu genehmigen lassen.

Afrikanische Fronten

Südafrika: Oberst Brits verjagt 600 Rebellen-Soldaten bei Keimoes und Kakamas. Bis zum 26. Oktober ist Maritz nach Südwestafrika abgedrängt. Die Rebellenführer treffen sich in Kopjes in Transvaal.

Politik

USA: Die amerikanischen und spanischen Botschafter in London und Brüssel organisieren einen Ausschuss der humanitären Hilfe für Belgien. Die erste US-Lebensmittel-Sendung erfolgt am 30. Oktober. Die USA ziehen ihr Beharren auf die Londoner Erklärung zurück, fordern aber die Entsendung internationaler Beobachter, um die Einhaltung des Völkerrechts zu überwachen. Ein 100-Millionen-Dollar-Kriegshilfe-Gesetz wird verabschiedet, um die sinkenden Einfuhrabgaben auszugleichen.

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