Kriegstagebuch 21. September 1914

Deutsche Infanterie in offener Formation

Deutsche Soldaten warten in offener Formation auf den Befehl zum Angriff, damit die Verluste zuvor geringer bleiben.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 21. September 1914:

Westfront

Französische Truppen besetzen Noyon und kämpfen um Lassigny bis zum nächsten Tag. Das Bayerische III. Korps stößt auf St. Mihiel vor, wodurch ein bis September 1918 bestehender Frontbalkon entsteht. Aber Sarrail kann den bayerischen Vormarsch bis zum 24. September westlich der Maas bei Bar-le-Duc zum stehen bringen.

Ostfront

Ostpreußisches Grenzgebiet: Die deutsche Achte Armee erreicht den Fluss Niemen und treibt die Russen bis zum 24. September darüber hinweg.
Galizien: Plehwes Fünfte Armee nimmt Jaroslaw am Fluß San.

Seekrieg

Atlantik: Der deutsche Leichte Kreuzer Karlsruhe versenkt das neutrale holländische Handelsschiff Maria – welches allerdings Weizen für Belfast geladen hat – und den britischen Frachter Cornish City.

Ferner Osten

Deutsch-Neuguinea: Die deutschen Soldaten kapitulieren. Die Australier hatten 10 Gefallene, die Deutschen 42.

Afrikanische Fronten

Südwest-Afrika: Rhodesische Polizei und Truppen besetzen Schuckmannsburg, dem Hauptort im Caprivi-Streifen.
Kamerun: Das französische Kanonenboot Surprise landet 600 Soldaten an, welche Ukoko nehmen sollen.

Heimatfronten

Großbritannien: Churchill hält eine Rekrutierungs-Rede vor 15.000 Menschen in Liverpool, in der er zum besten gibt, daß die deutsche Marine ‘wie Ratten aus einem Loch’ herausgewühlt werden muß.

Auch interessant:
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen