Kriegstagebuch 21. Februar 1916

Deutsche Artilleristen bedienen eine 210-mm-Haubitze

Deutsche Artilleristen bedienen eine der 128 gegen Verdun eingesetzten 210-mm-Haubitzen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 21. Februar 1916:

Westfront

Schlacht von Verdun beginnt (bis zum 18. Dezember): Von 07:15 Uhr heftige, neunstündige Artillerievorbereitung durch 1.240 Geschütze (einschließlich 150 schweren Mörsern) entlang einem 13 km langen Frontabschnitt, einschließlich Gasgranaten. Französische Feldgeschütze beantworten das Feuer ab 13 Uhr. Angeführt von 6.000 ausgesuchten Soldaten (darunter 96 Flammenwerfer) greifen 140.000 Deutsche (600 Verluste) über das 200 bis 350 Meter breite Niemandsland hinweg an. Sie nehmen Herbebois und Le Bois de Ville; den Wald von Haumont und Teile vom Wald Caures. Das Artilleriefeuer ist bis in die mehr als 160 km entfernten Vogesen zu hören.

siehe auch: Schlacht von Verdun

Flandern: Deutsche Truppen greifen die französischen Stellungen im Wald von Givenchy, in der Nähe von Bethune, an und nehmen zahlreiche Gefangene. Gasangriff auf Maucourt Rouvray.

Südfronten

Griechenland: General Sarrail besucht den König von Griechenland.

Luftkrieg

Die Deutschen beginnen mit ‘Sperr-Patrouillen’ über dem Schlachtfeld von Verdun mit 168 Flugzeugen, darunter 21 Fokker E-Jäger. Das Flieger-Ass Boelcke hat seinen eigenen Landeplatz 10 km hinter der Front. Die Franzosen schießen den Zeppelin L77 ab.

Politik

Anglo-Französische Antwort auf die US-Protestnote vom 25. Januar, welche internationales Tribunal nach Kriegsende anbietet. General Sarrail in Athen.

Heimatfronten

Großbritannien: Das House of Commons stimmt für einern weiteren 120-Million-Pfund Kriegskredit (insgesamt 1,420 Milliarden britische Pfund in diesem Jahr).
Der Generaladjutant der Heimatstreitkräfte, Sclaters, tritt zurück. Ihm folgt Macready am nächsten Tag nach.
Zweite britische Industriemesse in London bis zum 3. März.

Praxisbahn
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