Kriegstagebuch 21. April 1915

deutsche Maxim-MG-Schützen

Deutsche MG-Schützen transportieren ihre von den Russen erbeuteten Maxim-MGs an die Front.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 21. April 1915:

Ostfront

8 deutsche Divisionen beginnen mit ihrere Verlegung per Eisenbahn (60 Züge pro Tag) in den Süden von Krakau. Die Russen entdecken diese Bewegungen am 25. April. Die österreich-ungarischen Verbände werden bei Gorlice zurückgeschlagen, doch die neue deutsche Elfte Armee übernimmt diesen Abschnitt ab dem 28. April.

Westfront

Maas: Der ‘Kuh-Kopf’, zwei deutsche Linien aus Schützengräben, wird in der Nähe von St. Mihiel durch französische Truppen genommen. Weitere französische Geländegewinne am nächsten Tag.

Südfronten

Österreichisch-italienische Grenze: Der österreich-ungarische Generalstabschef Conrad von Hötzendorf befiehlt ‘die Passagen über den Fluß Isonzo . . . zu schließen und die Abwehr in der Westhälfte am Kras zu organisieren.’ Der italienische Kriegsminister gibt bekannt, daß eine Million Mann an die Front geschickt werden können.

Mittlerer Osten

Dardanellen: Der britische Befehlshaber der Landstreitkräfte, Hamilton, gibt Landungsbefehle heraus.
Mesopotamien: Gorringe (Befehlshaber der 12. indischen Division) nimmt 12.556 Männer und 17 Kanonen von Basra um Ahwaz zu sichern.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Dobell schätzt, daß 12.970 alliierte Soldaten mit 41 Kanonen gegen 3.980 deutsche Soldaten stehen. Hauptmann Crailsheim macht mit 300 Mann einen Ausfall aus Garua durch die alliierten Linien und greift vergeblich das Fort Gurin (Nigeria) 80 km weiter südlich am 29. April an. Er kehrt am 8. Mai zurück.
Formal wird die alliierte Seeblockade erklärt (von Mitternacht dem 23. April an).

Seekrieg

Nordsee: Die deutsche Hochseeflotte unternimmt Ausfälle, da befürchtet wird, daß die britische Harwich Force Angriffe mit Wasserflugzeugen auf die Zeppelin-Hallen von Tondern unternehmen will (tatsächlich sieben gescheiterte Versuche zwischen dem 3. bis 12. Mai). Die deutschen Kriegsschiffe kehren am nächsten Tag zurück, in dem Glauben, daß der Überfall abgeblasen wurde. Room 40 warnt zwar die britische Grand Fleet über die deutschen Ausfälle, welche zum Skagerrak dampft, aber dichter Nebel zwingt sie zur Rückkehr.

Heimatfronten

Russland: Der Handels- und Industrieminister verweigert Vollmachten. Das Polizeipräsidium von Kronstadt erstellt geheime Berichte über revolutionäre Propaganda in den Fabriken von Petrograd.

KretaTipp
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