Kriegstagebuch 20. November 1914

Russische mobile Funkstation

Russische Soldaten vor ihrer mobilen Funkstation.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 20. November 1914:

Ostfront

Erbeutete deutsche Dokumente lassen die Russen erkennen, daß ihr Chiffre-Schlüssel geknackt worden ist, worauf dieser wieder geändert wird. Allerdings knackt der österreich-ungarische Hauptmann Pokorny den neuen Schlüssel innerhalb von zwei Tagen nochmals.
Polen: Mackensen greift die russische Linie Lowicz-Skierniewitse südwestlich von Warschau bis zum nächsten Tag an. Bei Lodz stehen 134 russische Bataillone mit 380 Kanonen gegen 70 deutsche Bataillone mit 480 Kanonen.

Westfront

Flandern: Haig wird für seine Verteidigung von Ypern zum General befördert.
Champagne: Der Stab der französischen Vierten Armee erstellt Pläne für mögliche Offensiv-Operationen. Störunternehmungen, sowie an der Aisne am darauffolgenden Tag.

Südfronten

Serbien: Der serbische Oberbefehlshaber Putnik befiehlt seinen Offizieren Angriffe gegen beide österreich-ungarischen Flanken, aber seine Generäle teilen ihm mit, daß sie dazu nicht in der Lage sind.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: 400 Mann deutscher Schutztruppen erobern das Fort Kyaka an der Grenze von Uganda.

Heimatfronten

Großbritannien: Das House of Commons stimmt dafür, eine zweite Million Männer für die Armee zu rekrutieren. Der Verkauf von alkoholischen Getränken an Frauen vor 11:30 Uhr wird verboten.
Frankreich: Belgischer Flaggen-Tag bis zum 25. November. Trotzki trifft in Paris ein.

Politik

Die Alliierten ziehen den belgischen Vorschlag vom 9. August 1914 zur Einrichtung einer ‘Afrikanischen Freihandelszone’ zurück.

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