Kriegstagebuch 20. Juni 1916

schwere Feldhaubitze 13

Die Mannschaft einer deutschen schweren Feldhaubitze 13 in ihrer Feuerstellung.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 20. Juni 1916:

Westfront

Verdun: Ein enormes deutsches Sperrfeuer beginnt. Die neue französische Standardspurbahn ist fertig.

Südfronten

Trentino: Geringe und sehr vorsichtige italienische Fortschritte auf der Hochebene von Asiago (bis zum 21. Juni).
Frankreich: Premierminister Briand verteidigt die französische Balkan-Politik und gewinnt eine Mehrheit von über 300 Stimmen in einer geheimen Kammer-Debatte, aber Delcasse wünscht sich, daß 400.000-500.000 Feinde bei Saloniki und nicht gegenüber Verdun stehen würden.

Naher Osten

Mesopotamien: Die britischen Kriegsgefangenen aus Kut werden bei Ras-al-Ain in offene Lastwagen verladen.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Die 5. südafrikanische Infanterie hat schwere Verluste gegenüber der Abteilung von Boedecker 10 km südlich von Pongwe.
Süd-Tunesien: ca. 800-2.000 tripolitanische Stammeskrieger greifen die 2.000 Mann starke Garnison von Dhibat an und löschen eine 100-Mann-Patrouille aus, werden aber in der Schlacht von Bir-el-Moghri bis zum 30. Juni vertrieben. Weiterhin immer noch 12.684 französische Soldaten in der Gegend.

Seekrieg

Mittelmeer: ​​Vizeadmiral Sir C. Thursby übernimmt das östliche Mittelmeer-Geschwader der Royal Navy von Robeck, welcher zum 3. Geschwader der Grand Fleet versetzt wird.

Luftkrieg

Nordsee: Von den Franzosen gelieferte Brieftauben helfen bei der Rettung eines abgestürzten Wasserflugzeug des Royal Navy Air Service (sowie auch am 24. Juni).

Politik

Frankreich: Die anglo-französischen Panzer-Entwickler begegnen sich zum ersten Mal, als der britische Tank Mk I im Beisein von Oberst Estienne bei Morly vorgeführt wird.

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