Kriegstagebuch 20. Dezember 1916

Reichskanzler von Bethmann-Hollweg

Reichskanzler von Bethmann-Hollweg (links in Uniform) mit Vize-Kanzler Helfferich und Staatsekretär des Äußeren von Jagow. Der Kanzler konnte sich niemals gegen die ‘Falken’ in Regierung, Militär und die nationalen Kreise mit ihren Annexionsplänen durchsetzen. Er verlor mehr und mehr an Macht und Einfluss und seinen Gegner gelang es 1917 schließlich ihn zu stürzen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 20. Dezember 1916:

Heimatfronten

Deutschland: Reichskanzler Bethmann-Hollweg wird von der deutschen Armee und der Marine wegen des unverzüglichen, unbegrenzten U-Boot-Krieges bedrängt (20. bis 26. Dezember). Ludendorff fordert den sofortigen uneingeschränkten U-Boot-Krieg im Hinblick auf Lloyd George Rede als Antwort auf die deutsche Friedens-Note.

Ostfront

Galizien: Schwere Kämpfe westlich von Brody.
Rumänien: Die russische 12. Kavallerie-Division erreicht Odobesti 25 km nordwestlich von Focsani (nach einem Ritt über 750 km ohne ein einziges Pferd zu verlieren).

Luftkrieg

Ostfront: Die deutschen Marine-Luftschiffe L35 (Ehrlich) und L38 (Dietrich) erreichen Wainoden für das Unternehmen Eisernes Kreuz, einen Angriff auf Petrograd, welcher schon seit Anfang 1915 vom Großadmiral Prinz Heinrich, dem Befehlshaber der Ostseeflotte, befürwortet wurde.
Westfront: 5 Jäger von Jasta 2 (angeführt von Richthofen) schießen ab oder erzwingen Notlandungen von 5 DH2s. Beobachter des Royal Flying Corps leiten das Feuer auf 85 Ziele, einschließlich der Zerstörung einer Flak-Batterie aus 3 Geschützen und machen insgesamt 741 Fotos.

Praxisbahn
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