Kriegstagebuch 20. August 1915

Karl Liebknecht bei Zwangsarbeit

Die Stimmen gegen den Krieg sollen zum Schweigen gebracht werden: Karl Liebknecht (in der Mitte mit Schubkarre) bei der Zwangsarbeit an der Ostfront.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 20. August 1915:

Heimatfronten

Deutschland: Im Reichstag verlangt Liebknecht sofortige Friedensgespräche unter Vermittlung und stimmt allein gegen einen neuen Kriegs-Kredit.
Großbritannien: Der Munitions-Erfinder-Fachbereich mit 20 Wissenschaftler und Ingenieure (482 bis Januar 1918) tritt zum ersten Mal zusammen. Kriegsminister Kitchener zu Churchill: ‘Wir müssen Krieg führen wie wir dazu gezwungen werden, und nicht wie wir es tun würden’.

Ostfront

Polen: Beseler nimmt Novo Georgievsk zusammen mit 90.000 russischen Kriegsgefangenen (darunter 30 Generäle) und 700 Kanonen. Gallwitz schlägt die Schlacht von Bielsk vom 19. bis 25. August. 60.000 Mann Verluste seit dem 13. Juli.

Südfront

Isonzo: Der italienische Schriftsteller Renato Serra fällt im Alter von 30 Jahren auf dem Mt. Podgora.

Mittlerer Osten

Großbritannien: Premierminister Asquith zum Kriegsminister Kitchener, ‘… Die Generäle und Stabsangehörigen, welche in die Sulva-Landung verwickelt sind … sollte alle vor ein Kriegsgericht gestellt und aus der Armee entlassen werden.’

Luftkrieg

Österreich-Ungarn: Italien beginnt mit der regelmäßigen strategische Bombardierung, einschließlich bei Nacht. 31 Caproni Ca2s Bomber sind dafür während des Jahres 1915 verfügbar. 12 Capronis greifen den österreich-ungarischen Flugplatz Asiovizza an.

Praxisbahn
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