Kriegstagebuch 20. April 1916

abgeschossener US-Pilot

Der amerikanische Pilot Leutnant Roosevelt neben den Trümmern seines abgeschossenen Flugzeugs.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 20. April 1916:

Luftkrieg

Westfront: Die erste amerikanische Freiwilligen-Jagdflieger-Einheit N124 Escadrille Américaine wird formal in die französische Aéronautique Militaire eingegliedert. Stationiert in Luxeuil-les-Bains (Haute Saone) werden 16 ihrer 42 Piloten im Einsatz fallen.

Westfront

Frankreich: Die ersten 8.000 Mann russischer Truppen landen in Marseille an.

Ostfront

Der russische General Brusilow befiehlt seinen vier Armee-Kommandeuren bis zum 11. Mai eine Offensive ohne Reserven vorzubereiten.

Seekrieg

Irische See: Der deutsche getarnte Blockadebrecher Aud (beladen mit Kanonen und Waffen für die irischen Rebellen zum Osteraufstand) versenkt sich selbst, als er von der Schaluppe Endymion aufgebracht wird. Roger Casement (ehemaliger britischer ziviler Kolonial-Diplomat irischer Abstammung) landet vom deutschen U-Boot U 19 in der Bucht von Tralee an.

Politik

Frankreich: Die ersten 8.000 russischen Truppen landen in Marseille an. Der österreich-ungarische Geheimdienst erfährt davon um den 9. Mai herum, durch Postkarten von Kriegsgefangenen.

Neutrale

Griechenland: Deutschland gewährt ein Darlehen über 40 Millionen Reichsmark.

Heimatfronten

Irland: Casement landet von einem deutschen U-Boot in Tralee, Co Kerry, an. Er wird schon am 21. April verhaftet.
Großbritannien: Asquith sagt im House of Commons, daß die Vorschläge zu den Arbeitskräften in einer Geheimsitzung vorgelegt werden. General Wilson zu Lord Milner: ‘Wenn es jemals ein Mann verdient hat, verurteilt und erschossen zu werden, dann ist dieser Mensch der Premierminister’.
Frankreich: Nahrungsmittel- und Kohlepreise werden festgesetzt, sowie für Rohstoffe (bis zum 22. April abgeschlossen).

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