Kriegstagebuch 2. Oktober 1916

Im Schlamm stecken geblieben

An der Somme sind britische und kanandische Truppen gezwungen, auf einer Strasse mit knöcheltiefen Schlamm zu marschieren.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 2. Oktober 1916:

Westfront

Schlacht an der Somme: Deutscher Gegenangriff bei Eaucourt. Die Briten verlieren Le Sars und das Wetter schlägt um: ‘Regen fiel in Strömen, und das Kampfgebiet wurde zu einem Meer von Schlamm … Männer starben vor Anstrengung bei der Überbringung mündlicher Meldungen’ (vom offiziellen Historiker General Edmonds). Die Vorbereitungen für einen weiteren großen britischen Angriff um den 12. Oktober werden darauf hin bald wieder aufgegeben.
Ein Bericht der deutschen Ersten Armee, dass Deutschland eigene Panzer produzieren sollte. Haig sagt zum französischen Präsidenten Poincare, den Deutschen ‘dürfte kein Moment der Ruhe’ gegeben werden.

Ostfront

Brussilow-Offensive, Karpaten: 2 Regimenter des VII. Sibirischen Korps verweigern bis zum 3. Oktober zweimal anzugreifen. 3 der Soldaten werden erschossen und 6 inhaftiert. Dies ist die erste von mehr als 12 Meutereien bis zum 13. Januar 1917.
Transsilvanien: Die rumänische Erste Armee bricht durch den Rotenturm-Pass und nimmt 3.000 bayerische Kriegsgefangene und erobert 13 Geschütze.
Rumänien – Manöver von Flamandra: Der rumänische General Averescu überquert die Donau, um Mackensen im Rücken anzugreifen. Dabei erobert er 13 Kanonen, aber schlechte Brücken, österreich-ungarische Monitore und eine plötzliche Flut zwingen ihn bis zum 3. Oktober zum Rückzug.

Südfronten

Italienische Front: Alpini-Truppen nehmen die Spitzen des Mt.Colbricon und Costabella (5. Oktober), über 1.830 m hoch.
Albanien: Italienische Truppen besetzen Sankt Quaranta an der Küste (bis zum 4. Oktober) und Premeti im Inland am 9. Oktober.
Saloniki: Der bulgarische Dichter Dimcho Debelyanov fällt im Alter von 29 Jahren bei einem Gefecht mit britischen Soldaten zwischen den Dürfern Dolno und Gorno.

Seekrieg

Arktis: Die deutschen U-Boote U 43, U 46 und U 48 führen eine achttägige Unternehmung gegen die alliierte Schifffahrt vor dem Nordkap und der Küste von Murmansk durch. 14 Schiffe werden versenkt und 9 erobert. Während des Sommers hatten 900 – vorwiegend britische – Dampfer 1 Millionen Tonne Kohle und 1,5 Millionen Tonnen Nachschub nach Russland gebracht. Als Gegennmaßnahme operieren danach 3 britische U-Boote von Archangelsk aus.

Praxisbahn
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