Kriegstagebuch 2. Juli 1915

Frauen in Munitionsfabrik

Frauen in der Munitionsfabrik. Dadurch vollzog sich hier unbeabsichtigt ein wichtiger Schritt auf dem Wege zur Frauenemanzipation.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 2. Juli 1915:

Heimatfronten

Großbritannien: Munitions-Gesetz und weitere 250 Millionen Britischer Pfund Kriegskredite verabschiedet. 46.000 weibliche Arbeiterinnen für die Munitionsfabriken haben sich in der ersten Woche eingeschrieben. Ein Munitions-Tribunal wird am 12. Juli eingerichtet.

Westfront

Argonnen: Deutsche Truppen stoßen bei Four De Paris vor, werden aber in der Nähe von Blanleuil zurückgeschlagen.

Ostfront

In Posen unterstützt der Kaiser den Plan des deutschen Generalstabschefs Falkenhayn gegen Hindenburg und Ludendorff für eine begrenzte, aber umfassende Einkreisung der russischen Truppen in Polen bis etwa nach Brest-Litowsk.

Südfronten

Isonzo: 2 italienische Divisionen greifen das Carso-Plateau an und nehmen 400 Kriegsgefangene.

Mittlerer Osten

Persien: Die Briten beginnen im Osten mit der Suche nach den deutschen Missionen auf dem Weg nach Afghanistan. 120 russische Kosaken brechen von Meshed am 16. Juli auf und bekämpfen eine der deutschen Missionen am 30. Juli.

Afrikanische Fronten

Die Tanganjikasee-Flotillie der britischen Royal Navy trifft in Kapstadt ein und wird über den Schienenweg in den Belgisch-Kongo transportiert, wo sie Elizabethville am 26. Juli erreicht.

Seekrieg

Ostsee: In einem Gefecht im Nebel treiben 4 russische Kreuzer (der Panzerkreuzer Rurik wird getroffen) den deutschen Minenleger Albatros auf Ostküste von Gotland (Schweden) und beschädigen die Kreuzer Roon und Augsburg während das britische U-Boot E9 (Horton) den Kreuzer Prinz Adalbert in Golf von Danzig torpediert.
Nordsee: Das deutsche Minenlege-U-Boot UC2 sprengt sich auf einer eigenen Mine vor Yarmouth in die Luft.
Ägäis: Eine Meuterei auf dem britische Reparaturschiff Reliance vor Mudros wird schnell niedergeschlagen.

Neutrale

USA: Eine Bombe zerstört den Empfangsraum des Senats, welche von einem deutschen Tutor an der Cornell University gelegt wurde. Am nächsten Tag schießt er den Bankier und britischem Sympathisanten W. Pierpont Morgan an und begeht nach seiner Verhaftung am 6. Juli im Gefängnis Selbstmord.

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