Kriegstagebuch 2. August 1917

 Sopwith Strutter mit Landungsgleitern

Hier startet eine Sopwith Strutter mit Landungsgleitern von einem Flugzeugträger.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 2. August 1917:

Luftkrieg

Nordsee – erste Flugzeug-Decklandung auf einem fahrenden Schiff: RNAS Squadron-Commander Dunning lande mit seiner Sopwith Pup mit Landungsgleiter auf dem Flugzeugträger HMS Furious. Ein Wiederholungsversuch bei stärkeren Gegenwind tötet ihn am 7. August.
Österreich-Ungarn: 20 von 36 Capronis (10 beschädigt durch Flakfeuer) erreichen in der Nacht vom 2./3. August Pola, werfen 8 Tonnen Bomben auf die Marinebasis. 28 Flugzeuge wiederholen den Angriff in der Nacht vom 8./9. August.

Westfront

Ypern: Die Schlacht um die Pilckem-Hügel endet nach einem maximalem britischen Vordringen von 3.000 Metern, welches 9 britische Divisionen 31.850 Mann Verluste kostete. Die ersten mit Wasser vollgelaufen Granattrichter treten auf.
Artois: Die Deutschen erstürmen einige Schützengräben auf dem ‘Infanterie-Hügel’ bei Monchy-Arras.

Seekrieg

Nordsee: In Wilhelmshaven streiken 600 Männer des deutschen Schlachtschiffes Prinzregent Luitpold nach über 9 Monaten Nichtstun im Hafen, angeführt von den anarchistischen Anheizern Johann Beckers und Albin Kobis und unternehmen einen Massenausgang zum Protest gegen die drakonische Disziplin und magere Rationen und marschieren anschließend wieder zu den Schiffen zurück. Dabei brüllt Kobis: ‘Nieder mit dem Krieg ! Wir wollen diesen Krieg nicht länger führen !’
Die Meuterei auf der deutschen Flotte wird vorerst niedergeschlagen, 18 Mann verhaftet, hunderte von Matrosen wegen ‘schlechten politischen Einstellungen’ auf Landstützpunkte oder zur Marine-Infanterie-Brigade nach Flandern versetzt. 5 Mann kommen wegen Meuterei vor ein Kriegsgericht, wo Kobis und Seemann Reichpietsch vom Flaggschiff Friedrich der Grosse am 25. August zum Tode durch ein Erschießungskommando verurteilt werden (Exekution am 5. September).
Pazifik: Der deutscher Segelschiff-Handelszerstörer Seeadler scheitert vor der Insel Lord Howe, nachdem er 16 (davon 6 britische) Schiffe mit 30.099 Tonnen im Südatlantik versenkt und dabei 45 Kriegsgefangene eingebracht hat. Kapitän Luckner und 5 Mannschaftsmitglieder werden in einem Motorboot gefangengenommen, ein chilenischer Schoner rettet den Rest der Besatzung.

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