Kriegstagebuch 19. Mai 1940

gefangengenommene französische General Giraud

Der gefangengenommene französische General Giraud trifft auf dem Flugplatz Bonn-Hangelar ein. Es gelang Giraud später, zu entfliehen und über die Schweiz und das unbesetzte Frankreich nach Französisch-Nordafrika zu entkommen, wo er dann eine führende Rolle bei den alliierten Landungen (Unternehmen Torch) spielte. Bemerkenswerterweise war dies übrigens Girauds zweite Flucht aus deutscher Kriegsgefangenschaft, denn im 1. Weltkrieg gelang ihm dies schon einmal !

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 19. Mai 1940:

Westfront

GAMELIN ENTLASSEN, WEYGAND WIRD ALLIIERTER OBERBEFEHLSHABER. De Gaulles Panzer führen einen zweiten Gegenangriff gegen Guderians Panzer-Korps im Abschnitt Laon-Montcornet. Einige französische Panzer bedrohen dabei sogar Guderians Hauptquartier und er muß Unterstützung durch die 10. Panzer-Division anfordern. Jedoch können Ju 87 Stukas den französischen Angriff zerschlagen, bevor diese eintreffen.
General Giraud, Befehlshaber der französischen 9. Armee, wird durch eine deutsche Panzereinheit gefangengenommen. Deutsche Truppen besetzten St. Quentin.

Seekrieg

Atlantik: Das deutsche U-Boot U 37 versenkt vom 19. Mai bis 2. Juni insgesamt neun Handelsschiffe nordwestlich von Spanien.

Luftkrieg

Sensationsschlagzeilen sprechen von 100.000 Menschen, welche bei dem Luftangriff auf Rotterdam am 14. Mai getötet worden sein sollen. Die RAF bombardiert Ölraffinerien in Nordwest-Deutschland.

Neutrale

Schweden: Ein Heimat-Verteidigungs-Korps (der schwedische Volkssturm) wird gegründet. Rationierung von Benzin wird eingeführt.

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