Kriegstagebuch 19. Juli 1917

Kerenski bei der Beerdigung von Kosaken

Kerenski (Mitte) bei der Beerdigung von Kosaken, welche bei den Juli-Aufständen in Pertrograd getötet wurden.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 19. Juli 1917:

Heimatfronten

Russland: Kerenski wird Nachfolger von Prinz Lvov als Ministerpräsident, nach Nachrichten von dem deutschen Durchbruch. In Petrograd kapitulieren die letzten 500 Rebellen gegenüber General Polowtsew. Der finnische Scim verkündet Finnlands Autonomie.
Deutschland: Ein Brief von Kronprinz Rupprecht an den Innenminister beklagt Bayerns Notlage wegen der Berliner Schwerindustrie.

Ostfront

Westrussland – Schlacht von Smorgon-Krewo (bis zum 27. Juli): Die deutsche Zehnte Armee wehrt einen russischen Angriff nach einem mehr als 3 km tiefen Durchbruch bis zum 22. Juli ab.
Galizien: Hoffmanns Gegenoffensive mit Ebens 9 Divisionen (8 von der Westfront) schlägt eine 20 km breite Bresche in die russischen Linien östlich von Zloczow, unterstützt durch Bruchmüllers ‘Hurrikan’-Sperrfeuer der Artillerie. Die Soldaten der russischen Elften Armee fliehen in Massen und verlieren 6.000 Kriegsgefangene und 70 Kanonen bis zum 21. Juli.

Afrika

Ostafrika – Schlacht von Narungombe: 1.700 britische Soldaten (363 Mann Verluste) mit 20 MGs greifen Hauptmann Liebermanns etwa 800 Mann mit 2 Kanonen und 48 MGs in einer Wasserloch-Hügelpositionen an. Narungombe wird am 20. Juli besetzt, als die Deutschen sich in Richtung Süden nach Mihambia zurückziehen und 1 MG verloren haben.

Seekrieg

Großbritannien: Carson, erster Lord der Admiralität, tritt zurück; Nachfolger wird Sir E. Geddes.

Politik

Deutschland: Friedensresolution des Reichstags zu Kriegszielen durch eine Abstimmung von 212 gegen 126 Stimmen angenommen, welche ‘nach Frieden und einer ständigen Versöhnung strebt’. Der neue Reichskanzler Michaelis sagt, Deutschland werde nicht noch einmal Frieden anbieten.

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