Kriegstagebuch 18. September 1918

australische Batterie aus 4,5-inch (11,4cm) Feldhaubitzen

Eine australische Batterie aus 4,5-inch (11,4cm) Feldhaubitzen beim Beschuß mit aufgerichteten Rohr direkt von oben in die deutschen Stellungen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 18. September 1918:

Westfront

Deutschland: Ludendorff warnt Admiral Scheer vor Plänen, die Küste Flanderns zu räumen.
Somme Schlacht von Epehy: Die britische Dritte und Vierte Armee (1.488 Kanonen und 300 MGs) greift ab 7.00 Uhr bei starkem Regen mit 21 Tanks auf einem 26 km breiten Frontabschnitt nordwestlich von St. Quentin an. 6.800 Australier (1.260 Verluste) rücken 4.500 Meter vor und bringen 4.243 Kriegsgefangene, 76 Kanonen und 330 MGs und Granatwerfer aus insgesamt 9.000 Mann und 100 Kanonen ein. Die britische 12. und 58. Division erobern Epehy.

Ostfront

Nordrussland: Karelische Truppen schlagen bei Uchtinskaja eine von Deutschen angeführte Truppe ab und treiben sie zurück nach Finnland.
Südrussland: Rote Südfront gebildet mit Stalin als Militärratsvorsitzenden (erstes Treffen am 28. September und Bildung der Achten bis Zwölften Armee).

Südliche Fronten

Saloniki – Anglo-griechischer Angriff am Doiransee mit 231 Kanonen: Schlacht von Doiran (bis 19. September) ab 05:08 Uhr gegen die bulgarische 9. Division mit 122 Kanonen. Die Briten dringen in die Stadt Doiran ein und nehmen Petit Couronne mit 777 Kriegsgefangenen, aber die britische 65. Brigade (22. Division) hat nur 200 Überlebende (davon 30 durch britisches Gas vergiftet) beim Versuch, den Grand Couronne zu stürmen. Der dabei dreimal verwundete Kommandant der 7. South Wales Borderers, Oberstleutnant Burges, wird mit dem Victoria Cross ausgezeichnet. Griechische Verluste 1.232 Mann, britisches Scheitern östlich des Sees (900 anglo-griechische Verluste) aufgrund einen durch bulgarisches Artilleriefeuer verursachten Graswildbrand. Der bulgarische stellvertretende Oberbefehlshaber Todorow schickt ein Telegramm an Hindenburg und plädiert für mindestens 6 deutsche Divisionen. Serbische Kavallerie erreicht Polosko.

Naher Osten

Trans-Jordanien: Lawrence sprengt seine 79. Eisenbahnbrücke nördlich dern Nisib-Station südlich von Deraa, als die Arabische Armee nach Osten abdreht.
Palästina: Auf Allenbys Ostflanke stürmt die britische 53. Division in der Nacht vom 18./19. September über den Wadi-es-Samieh und rückt 11 km vor.

Luftkrieg

Saloniki: Die RAF versendet bis zum 19. September 372 Anforderungen von Artilleriefeuer, nur 1 Flugzeug geht verloren und schießt 2 Flugzeuge ab.
Westfront: Regen und Wolken schränken das Fliegen über der Somme bis zum 19. September ein, die Flugzeugverluste beider Seiten sind dadurch vom 17. bis 20. September deutlich geringer.

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