Kriegstagebuch 18. September 1914

Britische Soldaten gehen in Deckung

Britische Soldaten gehen am Straßenrand in Deckung.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 18. September 1914:

Westfront

Aisne: Joffre befiehlt Maunoury bei Soissons-Bailly anzuhalten, bis die Bildung der neuen Zweiten Armee (Castelnau) nordwestlich von Noyon abgeschlossen ist. ALLIIERTER VORMARSCH BLEIBT LIEGEN, das Britische Expeditionskorps steht unter starkem Druck in Troyan und die französische Fünfte Armee in Reims. DEUTSCHES BOMBARDEMENT VON REIMS: intensiver ‘Hass-Übungsbeschuss der Kathedrale’ (bis Oktober 1918).

Ostfront

Hindenburg wird Oberbefehlshaber der deutschen Armeen an der Ostfront, Ludendorff trifft den österreich-ungarischen Generalstabschef v. Hötzendorf, nachdem Falkenhayn am Vortag Hindenburg befohlen hat, den Österreichern zu Hilfe zu kommen.

Ferner Osten

Tsingtau: Unangefochtene japanische Landung in der Laoshan-Bucht, 50 km östlich des Hafens.

Afrikanische Fronten

Südwest-Afrika: 1.824 Mann südafrikanischen Truppen unter Oberst Beves besetzen den evakuierten Hafen der Lüderitz-Bucht.

Seekrieg

Adria: Eine französische Marine-Mission unter Grellier landet mit ca. 140 Mann und 6 Kanonen bei Antivari in Montenegro an.

Heimatfronten

Großbritannien: Das Parlament vertagt das Gesetz zur Irish Home Rule (irischen Selbstverwaltung) auf die Zeit nach dem Krieg und erhält dafür königliche Zustimmung. Ministerpräsident Asquith hält eine Rekrutierungs-Rede in Edinburgh (danach in Dublin am 25. September).
Frankreich: Der Bildungsminister bittet alle Lehrer, lokale Kriegsaufzeichnungen zu führen.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen