Kriegstagebuch 18. März 1916

Russische Gefangene am Narotschsee

Russische Gefangene werden am Narotschsee nach hinten gebracht. In der Schlacht werden etwa 120.000 Russen getötet, verwundet oder geraten in Gefangenschaft.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 18. März 1916:

Ostfront

West-Russland – Erste Schlacht am Narotschsee (bis zum 14. April): Die Rekordzahl von 1.271 russischen Geschützen führt eine achtstündige Artillerievorbereitung durch, welche aber allerdings blind und ohne die gegnerischen Stellungen genau zu kennen, stattfindet. General Ragozas russische Zweite Armee (20 Divisionen mit zusammen 350.000 Mann) von Everts Westfront greift anschließend die deutsche Zehnte Armee (7 Divisionen mit 75.000 Mann und 300 Kanonen) an, gewinnt aber nur 1,5 km Gelände auf einer Frontbreite von knapp über 3 km, wobei 15.000 Mann eingebüßt werden. Die Russen wechseln daraufhin vom 19. bis 21. April zu Nachtangriffen über.

Mittlerer Osten

Mesopotamien, Kut: Townshend meldet über Funk, daß seine Nahrungsvorräte noch bis zum 15. April reichen, die Tagesrationen für die britischen Truppen werden um 560 Gramm reduziert.
Ägypten: Der Prinz von Wales tritt seinen Posten als Hauptmann beim Generalstab an.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Smuts beginnt entlang der Usambara-Bahn zum Fluß Ruwu vorzurücken, wo er am 23. März anhält. Sheppard ersetzt Stewart, welcher nach Indien abkommandiert wurde, als Befehlshaber der 1. ostafrikanischen Division am 19. März.

Seekrieg

Adria: Das österreich-ungarische U-Boot U6 versenkt den französischen Zerstörer Renaudin vor Durazzo.

Luftkrieg

Westfront: Ernst Udet erzielt seinen ersten Luftsieg von insgesamt 62; eine Farman F40 über Mülhausen während eines Einsatzes mit einer Fokker EIII einer kurzfristig improvisierten Jagdflieger-Einheit.

Heimatfronten

Großbritannien: Es gibt nun insgesamt 3.078 Munitions-Fabriken.

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