Kriegstagebuch 18. April 1918

Rekruten für die britische Infanterie 1918

Die neuen Rekruten für die britische Infanterie 1918 in Etaples.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 18. April 1918:

Heimatfronten

Großbritannien: Das dritte Militärdienst-Gesetz tritt in Kraft und senkt das Alter auf 17 1/2 und erhöht es auf 50 Jahre, dazu werden die Anforderungen an die Sehkraft verringert.
Irland: Eine Konferenz im Dublin Mansion House spricht sich gegen die Einberufung zum Militärdienst aus und beinhaltet auch die römisch-katholischen Bischöfe.

Westfront

Flandern – Schlacht von Bethune: Schwere deutsche Angriffe von Givenchy in Richtung der Lys, welche 16 Kilometer seit dem 9. April vorangekommen sind. Geringer deutscher Vorstoß bei Givenchy gegen die britische 1. Division bis zum 19. April.
Somme: Die verstärkte französische 18. Division nimmt 650 Kriegsgefangene in der Nähe von Castel südöstlich von Amiens, zusammen mit knapp 500 Meter Geländegewinn mit Hilfe von Panzerunterstützung.

Südfronten

Mazedonien: 4-tägiger britischer Artilleriebeschuss, welcher den Abschnitt am See Doiran unter Feuer nimmt. Dazu 3 Grabenüberfälle am 20. und 22. April, welche 136 Mann Verluste gegenüber 100 bei den Bulgaren fordern. Die italienischen Truppen im Crna-Bogen wehren bulgarische Angriffe ab (und am 24. April).
Italien: Das italienische II. Korps (3. und 8. Division) beginnt mit der Verladung in die Eisenbahn (bis zum 27. April) für die Westfront. Es umfasst 52.826 Mann als Symbol der gemeinsamen Einheit der Alliierten und Affront gegen Österreich-Ungarn.

Politik

Großbritannien: Lord Derby neuer britischer Botschafter in Paris.
Italien: Ministerpräsident Orlando kündigt die Entsendung italienischer Truppen an die Westfront an. Die Zentrale Interalliierte Propagandakommission nimmt ihre Arbeit in Padua auf und läßt bis Oktober 70 Millionen Propaganda-Flugblätter den österreich-ungarischen Soldaten zukommen, was zu zahlreichen Desertionen führt.


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