Kriegstagebuch 17. Oktober 1914


Einschiffung australisches Expeditionskorps

Infanterie des australischen Expeditionskorps bei der Einschiffung für den Transport an die Westfront in Melbourne.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 17. Oktober 1914:

Westfront

Flandern: Die alliierte Offensive endet mit der Eroberung von Herlies und dem Einmarsch der 4. Division des Britischen Expeditionskorps in Armentieres. Die neue deutsche Vierte Armee (Württemberg), darunter 8 neu aufgestellten ‘Schüler’-Divisionen, dem III. Reservekorps von Antwerpen und einer Marineinfanterie-Division, beginnt westlich von der Linie Courtrai-Ostend in Richtung Yser und Ypern vorzurücken. Das britische II. Korps nimmt Aubers und Ridge und erreicht am nächsten Tag Givenchy-Festubert-nördlich von Aubers, die nähste Stellung an La Bassee für die nächsten 4 Jahre.

Heimatfronten

Australien: Das 1. AIF (Australisches Expeditionskorps) mit 20.226 Mann schifft sich in Richtung Frankreich ein.
Russland: Der Ministerrat lässt eine Bestellung für 30 große US-Lokomotiven passieren.

Ostfront

Polen: Der Höhepunkt der Schlacht; russische Verstärkungen retten die Stadt Warschau vor dem Fall.

Seekrieg

Nordsee: 4 deutsche Zerstörer, welche sich auf einer Minenenlege-Mission befinden, werden vor der holländischen Küste (Texel) nach einer Verfolgung durch den britischen Kreuzer Undaunted und 4 Zerstörern versenkt. Auf den deutschen Schiffen gibt es nur 31 Überlebende und 200 Tote, 5 Tote bei den Briten.
Eine U-Boot-Operation gegen Scapa Flow scheitert.
Ostsee: E1 (Laurence), welches vergeblich den deutschen Kreuzer Victoria Luise am nächsten Tag angreift, und E9 (Horton) sind die ersten britischen U-Boote, welche bis zum 19. Oktober in dieses Seegebiet vordringen. Sie laufen nach Libau (Ankunft am 21. bzw 22. Oktober) und dann nach Helsinki. E11 (Nasmith) wird zur Rückkehr gezwungen und kommt am 24. Oktober in Harwich an.
Pazifik: Der japanische Kreuzer Takachiho wird vom deutschen Torpedoboot S90 vor Tsingtau unter dem Verlust von 271 Mann der Besatzung torpediert und versenkt. Das Torpedoboot versenkt sich anschließend selbst.

Neutrale

USA: 25.000 Menschen besuchen eine zweitägige deutsche Festveranstaltung in St. Louis und spenden 20.000 US-Dollar zugunsten der deutschen Kriegsanstrengungen.

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