Kriegstagebuch 17. November 1918

Nationalistische Demonstration in Rom

Nationalistische Demonstration in Rom zum Anschluß von Fiume an Italien. Die Stadt hatte zwar eine mehrheitlich italieische Bevölkerung, sollte aber ursprünglich bei Österreich-Ungarn verbleiben. Die Auflösung der Donaumonarchie veränderte jedoch die Lage.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 17. November 1918:

Politik

Jugoslawien: Der jugoslawischer Nationalrat in Agram protestiert gegen die italienische Besetzung von Fiume. Aber der italienische General Grazuli ‘überzeugt’ die serbischen Truppen dort am 19. November abzuziehen. Die serbische Regierung wird in Paris gebildet; mit Pasic als Ministerpräsidenten.

Westfront

DIE ALLIIERTEN BESATZUNGSARMEEN aus 40 Divisionen BEGINNEN MIT DEM MARSCH NACH OSTEN VON DER WAFFENSTILLSTABDS-LINIE ZUM RHEIN; von Nord nach Süd die Belgische Armee, das BEF mit der britischen Zweiten Armee (Plumer) und britischen Vierten Armee (Rawlinson), der Dritten US-Armee (Dickman), der französischen Zehnten Armee (Mangin), französischen Achten Armee (Gerard), französische Vierten Armee (Gouraud) und der französischen Zweiten Armee (Hirschauer). Letztere besetzt wieder Mühlhausen. Foch zollt dem BEF seinen Tribut, indem er es als den ‘entscheidenden Faktor für die endgültige Niederlage der Deutschen’ bezeichnet.

Ostfront

Südrussland: Die Krim-Tarteren-Regierung gibt der Provisorischen Regierung in Sewastopol nach. Stalin wird als Befehlshaber zur Ukrainische Front im Gebiet von Kursk geschickt.
Trans-Kaspien: Die Weiße Regierung bittet die Briten um 1 Million Britische Pfund plus 130.000 Pfund pro Monat an Hilfen; sie erhält 5 Millionen Rubel am 9. Dezember.

Naher Osten

Osmanisches Reich: Das deutsche Asien-Korps wird bei Haida Pasha, Hadikoi und Prinkipo interniert.
Aserbaidschan: 2.000 britische Truppen der 39. Brigade aus Enzeli und Bicherakov besetzen wieder Baku von 30 Schiffen aus.

Heimatfronten

USA: Die Todesfälle durch Grippe überschreiten die 53.000 Kriegsopfer, welche bei Kampfhandlungen ums Leben kamen.

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