Kriegstagebuch 17. August 1915

Russische Kriegsgefangene in Österreich-Ungarn

Russische Kriegsgefangene in Österreich-Ungarn. Die zunehmenden Gefangenenzahlen wurden in allen Staaten ein großes Problem.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 17. August 1915:

Heimatfronten

Deutschland behauptet, zwei Millionen Kriegsgefangene zu haben (davon 330.000 Briten, Franzosen und Belgier). Bis zum 10. August sind es eigentlich 726.694 Russen. In Österreich-Ungarn gibt es 699.254 gefangene Russen am 1. September.
Russland: Einrichtung eines Sonder-Ausschusses der Verteidigung für Treibstoff, Lebensmittel und Transport.

Ostfront

Litzmann nimmt mit seiner deutschen Zehnten Armee Kowno zusammen mit 1.360 Kanonen und 853.000 Granaten. Deutsch-österreich-ungarische Verbände nähern sich Brest-Litowsk, wobei die Russen über den Fluß Bug zurückgetrieben werden.

Südfronten

Italienische Front: Italienischer Vorstoß in das Bacher Tal (Dolomiten), Sta. Maria und die Lucia-Hügel (Julischen Alpen).

Mittlerer Osten

Gallipoli: Hamilton fragt bei Kriegsminister Kitchener nach weiteren 95.000 Mann an, während inzwischen 8.500 zusätzliche Soldaten am Suvla-Brückenkoppf anlanden.

Seekrieg

Adria: 22 österreich-ungarische Kriegsschiffe, darunter 2 Kreuzer, 4 Zerstörer und Torpedoboote, beschießen die Insel Pelagosa und die Zerstörung seiner Frischwasser-Zisterne zwingt die Italiener zur Evakuierung am nächsten Tag. Das italienische U-Boot Jalea sinkt im Golf von Triest auf einer österreich-ungarischen Mine.
Nordsee: Die britische Harwich Force muß das Verlegen von Minen nördlich von Helgoland bis zum nächsten Tag abbrechen, als deutsche Zerstörer den britischen Zerstörer Mentor torpedieren, welcher aber noch seinen Heimatstützpunkt erreichen kann.

Luftkrieg

Großbritannien: 2 von 4 Zeppeline, welche in der Nacht vom 17./18. August ausgesendet wurden, verursachen 58 Opfer in Kent, Essex und London.

Politik

Der Prinz von Wales besucht Argentinien.

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