Kriegstagebuch 16. September 1918

Luftschiff der britischen SS-Klasse

Ein Luftschiff der britischen SS-Klasse mit zwei Bauchflossen und einem BE2c-Rumpf für den Piloten.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 16. September 1918:

Seekrieg

Ärmelkanal: Der Monitor HMS Glatton versenkt sich selbst vor Dover nach Magazinexplosion und dem Ausbruch eines Feuers. Das Küsten-U-Boot UB 103, welches vom britischen Luftschiff SS 21 (Pilot US-Fähnrich N.J. Learned) gesichtet wird, wird von mehreren Driftern der Royal Navy vor Cap Gris Nez versenkt.

Westfront

Maas: Der deutsche Frontvorsprung von St. Mihiel ist vollständig eliminiert, für 7.511 amerikanische und 597 französische Verluste (15.000 Betten für Verwundete wurden bereitgestellt), 15.000 Kriegsgefangene und 450 (oder 443) Kanonen erbeutet. Die Deutschen setzen 4 Reserve-Divisionen ein. Die Festungsgeschütze von Metz eröffnen das Feuer seit dem 15. September, aber ca. 400.000 US-Soldaten werden nun 100 Kilometern nach Nordwesten verlegt.

Ostfront

UDSSR: Lenin erholt sich von seinen Schussverletzungen, besucht Versammlungen bis zum 17. September, zieht sich aber am (24. oder 25. September) nach Gorki zurück, um sich bis Mitte Oktober zu erholen.

Südfronten

Mazedonien: Die serbische Jugoslawien-Division greift den ganzen Tag über den Berg Kozyak an (innerhalb der dritten Linie der Bulgaren) und nimmt ihn schließlich ein, aber das deutsche 13. Jäger-Bataillon deckt die Bresche ab. Scholtz schickt ein Telegramm an Hindenburg, mit der Bitte um deutsche Divisionen von der Westfront. Der Antrag wird an die Österreicher weitergeleitet, die sich nicht festlegen wollen. Die bulgarische 2. Division zieht sich ohne Vorwarnung in die dritte Linie zurück.
Bulgarien: Zar Ferdinand antwortet auf den Vorschlag von General Lukow, Friedensfühler auszustrecken mit ‘Geht hinaus und lasst euch in euren jetzigen Linien töten’.
Italienische Front: Italienischer Überfall nördlich und nordwestlich vom Mt. Grappa, welcher 300 Kriegsgefangene und einige MGs einbringt. Ein Gegenangriffe am 17. September wird abgeschlagen.

Luftkrieg

Trans-Jordanien: 6 Airco D.H.9 der RAF greifen Deraa zum ersten Mal an. 8 deutsche Flugzeuge von dort verursachen nur 2 Mann Verluste bei einer arabischen Truppe dank einer BE12, die dabei zerstört wird.
Westfront: Die RAF zerstört 8 deutsche Flugzeuge für den Verlust von 4 eigenen über der Dritten Armee des BEF, aber insgesamt melden die Deutschen 59 alliierte Flugzeuge für den Verlust von 10 eigenen abgeschossen zu haben.
Deutschland: 7 Handley Page Bomber der RAF gehen bei Angriffen in der Nacht vom 16./17. September auf Köln, Saarbrücken, Trier und anderen Zielen verloren, davon 6 durch Flakgeschütze (16.063 Schuss verfeuert und 173 Suchscheinwerfer im Einsatz).

Politik

USA: Wilson lehnt Burians ‘Friedens-Note’ ab (Wien erhält seine Antwort am 19. September).
Großbritannien: Balfour nennt die deutsch-österreich-ungarischen Angebote inakzeptabel. König George V. schickt ein Telegramm an US-Präsident Wilson mit Glückwünschen zur Eliminierung des Frontbogens von St. Mihiel.
Deutschland: Graf Hertling teilt dem Führer der Konservativen mit, dass die österreich-ungarischen Friedensfühler die niederländische Vermittlung beeinträchtigt hat.
Japan: Die Regierung erkennt die Tschechen als kriegführende Verbündete an.

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