Kriegstagebuch 16. Juni 1919


deutsch-britische Posten in Oberschlesien

In drei Aufständen von 1919 bis 1921 versuchen die Polen, der Volksabstimmung in Oberschlesien vorzugreifen und das Gebiet zu annektieren, weshalb gemeinsame deutsch-britische Posten das Abstimmungsgebiet sichern müssen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 16. Juni 1919:

Frankreich – Friedensprozess: Die endgültige Antwort der Alliierten auf die deutschen Einwände erfordert die Annahme des Vertrages innerhalb von 5 Tagen, wobei eine frühe Mitgliedschaft im Völkerbund, eine Volksabstimmung in Oberschlesien und leichte Grenzkorrekturen in Polen eingeräumt werden. Die deutschen Bevollmächtigten kehren nach Berlin zurück. Clemenceau und Lloyd George lehnen Fochs Plan eines Vormarsches durch das Maintal nach Süddeutschland ab, stattdessen wollen die Alliierten bei einer Nichtunterzeichnung auf Berlin marschieren; Foch unterstützt Weygand bei seiner Auseinandersetzung mit Clemenceau.
Ungarn: Die ungarischen Roten Truppen räumen die Tschechoslowakei bis zum 4. Juli; nach Aufforderung des Obersten Rates der Alliierten vom 15. Juni und nach der Ausrufung einer Slowakischen Sowjetrepublik.
Österreich: 8 Tote in Wien bei einem kommunistischen Aufstandsversuch.
Großbritannien: Die Pensionen für invalide Ex-Soldaten werden auf 720.000 und 350.000, welche umgeschult werden können, geschätzt. Freier Export nach Dänemark erlaubt; Lebensmittel ins unbesetzte Deutschland, Polen und auf den Balkan.

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