Kriegstagebuch 16. Juni 1918

Italienische Infanterie an der Piave-Front

Italienische Infanterie an der Piave-Front, die praktisch flaches Überschwemmungsgebiet ist, wo die flachen Gräben oft unter Wasser gesetzt werden.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 16. Juni 1918:

Südfronten

Piave: Die britische 48. Division (922 Verluste) hat nach 4 Gegenangriffen 728 Kriegsgefangene eingebracht und 576 gefallene österreich-ungarische Soldaten begraben. Im italienischen Grappa-Abschnitt stellt die Italienische Vierte Armee ihre alte Frontlinie mit Ausnahme von 2 Gipfeln wieder her, wobei 200 italienische Kriegsgefangene und ca. 12 zuvor verlorene Geschütze wieder befreit werden. Die österreich-ungarische Heeresgruppe Conrad von Hötzendorf verliert 35.026 Soldaten. Italienische Gegenangriffe der Achten und Dritten Armee gewinnen etwas Gelände zurück, darunter 4 Dörfer südlich des Piave. Starke Regenfälle, Angriffe italienischer Flugzeuge und der RAF sowie ein Mangel an Brückenbaumaterial, bedingt durch die Knappheit an Pferden, behindern die Flußüberquerung.

Naher Osten

Aserbaidschan: Die Armenier erobern Karamarian (190 km westlich von Baku), kommen aber nicht weiter nach Süden voran.
Südpersien – Gefecht von Ahmedabad (westlich von Shiraz): Ein britischer Präventiv-Angriff fügt 3.200 Stammeskrieger 500 Verluste zu und die Shiraz-Krise wird bis zum 21. Juni behoben.

Afrika

Mosambik: Lettow-Vorbecks Hauptstreitmacht erreicht Alto Molocque (350 km westlich von Mosambik), erbeutet 34.000 kg Nahrungsmittel und wertvolles Kartenmaterial.
Marokko: Die französische Oued-Inouen-Linie weist wiederholt Angriffe von Stammeskriegern ab.

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