Kriegstagebuch 16. Juni 1915

Französische Artillerie Zweite Schlacht von Artois

Französische Kanoniere stehen bereit, um in der Zweiten Schlacht von Artois das Feuer zu eröffnen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 16. Juni 1915:

Westfront

Artois: Großer französischer Angriff mit 20 Divisionen gegen verstärkte Verteidiger mit 307 schweren Geschützen. Nur die marokkanische Division erreicht die Vimy-Höhe zum zweiten mal (das 2. Regiment der 1. Fremdenlegion, welches 645 Mann Verluste hat), kann jedoch nicht unterstützt werden, da der Angriff des flankierenden Korps gegen erbitterten deutschen Widerstand scheitert.
Flandern: Die gut vorbereitete britische 3. Territorial-Division stößt nördlich von Hooge nach 1 3/4 Stunden Artilleriebeschuss vor und gewinnt etwas Boden in Richtung des Bauernhofs von Bellewaarde, hat aber 3.500 Mann Verluste – einschließlich von Major Wavell, welcher ein Auge verliert – gegenüber nur 457 Mann (einschließlich 157 Kriegsgefangenen) bei den deutschen Truppen. Die Briten verlassen dann wieder die Höhe und überlassen sie den Verteidigern.
Vogesen: Begrenzter französischer Vorstoß im Fecht-Tal.

Ostfront

Galizien: Dritte Schlacht von Lemberg (bis 22. Juni), wo sich 41 Division auf jeder Seite gegenüber stehen.

Südfronten

Isonzo: Italienische Alpini-Soldaten erobern die Spitze des Krn (ca. 2.450 m) von bosnischen Truppen, räumen diese aber wieder, ohne ihre Bedeutung zu erkennen.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Die sich bis zum 18. Juni zum Fluß Ngwe zurückziehenden alliierten Truppen werden angegriffen, können aber die Hauptstraße von den deutschen Soldaten bis zum 26. Juni freikämpfen. Die Alliierten haben 301 Mann Verluste und mehr als 600 Kranke seit dem 25. Mai.

Besetzte Gebiete

Belgien: Steuer- und Vermögenseinziehung für alle Belgier, welche nicht bis zum 1. März zurückkehren.

Heimatfronten

Großbritannien: Lloyd George legt seinen Amtseid als Munitionsminister ab.
Russland: Der Gendarmeriechef von Odessa berichtet, daß 200 bolschewistische Letten die Armee als Freiwillige infiltriert haben.

KretaTipp
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