Kriegstagebuch 15. September 1918

Bulgarische MG-Schützen

Bulgarische MG-Schützen im Gefecht mit in Großbritannien vor dem Krieg gekauften Maxim Modell 1908 Maschinengewehren.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 15. September 1918:

Südfronten

Mazedonien: Um 5.30 Uhr greifen 36.000 Serben, Franzosen und Italiener 12.000 Bulgaren und Deutsche an, erobern den Mt. Vetrenik (1.440m), Mt. Dobropolje (1.867m; erster Einsatz französischer Flammenwerfer) und Mt. Sokol mit fast 3.000 Kriegsgefangenen sowie 33 Kanonen für 2.520 Mann Verluste. Der Vormarsch geht nachts bis zu 10 Kilometer weiter.

Westfront

Frankreich: Französische Verluste seit dem 1. Juli 279.000 Mann.
Deutschland: Baubeginn der Hermann-Linie hinter den Heeresgruppen Rupprecht und Boehn. Deutsche Reaktion auf den Gasbeschuss durch das BEF während der Herbstoffensive: 2 Millionen Schuss (4.000 t) Senfgas verbraucht; 24.363 Briten vergast (davon 540 Tote) bis zum 11. November.
Flandern: Der belgische Komponist und Soldat seit Beginn des Krieges, Georges Antoine, stirbt an der Influenza.

Ostfront

Wolga: Die Rote Ostfront (mit 5 Armeen) insgesamt 70.000 Mann, 225 Geschütze und 1.059 MGs stark.

Luftkrieg

Deutschland: Stuttgart (Bosch- und Daimler-Werk) von 9 Airco D.H.4 der 55. Staffel angegriffen und 2 Jäger abgeschossen.
Frankreich – letzte Bombardierung von Paris: 50 Gotha-Bomber (2 verloren) werfen 85 Bomben (37 Opfer) ab.
Westfront: Deutsche Piloten zerstören 6 und beschädigen 4 Ballons an den Fronten der Ersten und Dritten Armee des BEF (die RAF erzielt 3 Ballon-Abschüsse plus 3 beschädigte). Die Deutschen melden 58 alliierte Flugzeuge für den Verlust von 12 eigenen im Luftkampf abgeschossen zu haben, vor allem über einer der 14 deutschen Armeen.

Politik

Deutschland: Friedensangebot der Regierung an Belgien ohne Entschädigung oder Wiedergutmachung.
USA: New Yorker Kongress der österreich-ungarischen unterworfenen Völkerschaften fordert die Zerstückelung der Doppelmonarchie.

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